Dötlingen Markus Welz ist unglücklich mit dem Bild, das seine Mannschaft bisher abgibt. Der Trainer des TV Dötlingen hatte sich vor Saisonbeginn wie viele Kenner der Fußball-Kreisliga eine erfolgreiche Spielzeit ausgemalt. Doch statt eines anmutigen Kunstwerks liefert der mit Verstärkungen gespickte Kader häufig unbeholfene Kritzeleien ab – um im Bild zu bleiben. „Ich bin nicht zufrieden, das muss man deutlich sagen“, legt der TVD-Coach deshalb den Finger in die Wunde.

Sieben Punkte zu wenig

Vor dem schwierigen Heimspiel an diesem Freitag (20 Uhr/Sportplatz Zum Sande) gegen den zweitplatzierten FC Hude weist ein Blick auf die Tabelle Dötlingen mit 14 Punkten zwar als Achten aus, allerdings wartet nach Hude in Ligaprimus TuS Heidkrug gleich der nächste Brocken. Verliert die Welz-Elf beide Partien, ginge der Blick in Richtung Tabellenkeller.

Wenn es nach Dötlingens Trainer geht, müsste sich der Verein in einer anderen Situation befinden. Er meint, sein Team habe einige Siege leichtfertig verschenkt. „Wir haben sieben Punkte zu wenig, die wir hätten holen müssen“, zieht Welz nach elf Spieltagen Bilanz. Die Begegnungen, aus denen die Zähler fehlen würden, hat der Trainer genau ausgemacht. In Ahlhorn (3:4) ließ sich seine Elf eine 2:0-Pausenführung nehmen, zudem habe man gegen Berne (0:0) und Achternmeer (1:1) „trotz drückender Überlegenheit nicht gewonnen“.

Großes Qualitätsgefälle

Das Hauptproblem sieht Welz im großen Qualitätsgefälle innerhalb der Mannschaft. „Wenn Leistungsträger ausfallen, dann wird es für uns schwer“, sagt der Coach, der trotz eines großen Kaders aufgrund von Verletzungen und beruflichen Verpflichtungen nur wenig Alternativen besitzt. Vor der Saison hatte Welz noch 28 Aktive auf dem Notizzettel.

„Das hat sich inzwischen auf 22 Spieler reduziert. Es scheint ein Dötlinger Phänomen zu sein, dass der Kader aus privaten und beruflichen Gründen kleiner wird“, berichtet der Trainer. Zudem fehlen aktuell unter anderem Hendrik Sandkuhl (Muskelfaserriss), Johannes Ullerich (Muskelentzündung) und Lukasz Sawicki (Schienbeinverletzung) aufgrund unterschiedlicher Leiden.

Am liebsten würde Welz schon jetzt einen klaren Schlussstrich ziehen und gegen Hude eine Meisterleistung abliefern. „Man muss sagen, dass die Mannschaft trotz der Ergebnisse hoch motiviert ist“, sagt der Coach, der optimistisch ist, gegen den Tabellenzweiten punkten zu können. „Jedes Spiel muss erstmal gespielt werden, und in der Kreisliga kann jeder jeden schlagen“, ist Welz kein Einfaltspinsel und weiß um die Chancen seines Teams.

Arne Jürgens Redakteur / Redaktion Westerstede
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