Kleindöttingen /Brettorf Die Weltmeisterschaft hatten sie bereits im vergangenen Jahr gewonnen – jetzt machten sie das internationale Double perfekt: Die deutschen Faustballer waren am Wochenende sowohl mit ihrer weiblichen als auch männlichen Jugend U 18 bei der Europameisterschaft in Kleindöttingen (Schweiz) erfolgreich und sicherten sich mit Endspielerfolgen gegen Österreich jeweils den Titel.

Wichtiger Mosaikstein

„Amtierender Jugend-Weltmeister und jetzt auch Europameister zu sein, ist unfassbar, und es freut mich riesig, dass ich ein Teil dieses Teams sein durfte“, jubelte Ida Hollmann vom TV Brettorf, die trotz ihrer erst 16 Jahre ein ganz wichtiger Mosaikstein im Team des Bundestrainer-Duos Hartmut Maus und Heike Hafer war. Im Aufgebot der männlichen Jugend U 18 waren mit dem Kapitän und amtierenden Weltmeister Hauke Spille sowie den Nationalmannschaftsneulingen Hauke Rykena und Vincent Neu sogar drei Brettorfer Spieler, die ihre Trainer zu überzeugen wussten. Hier stand neben Kolja Meyer mit Tim Lemke noch ein weiterer Aktiver des TVB an der Seitenlinie. Somit hatten am Ende des Turniers gleich fünf Brettorfer berechtigten Grund zum Jubeln.

Bei den Jungen war es mit Deutschland dann auch der große Turnierfavorit, der ohne Satzverlust zum dritten Titel in Folge marschierte. Im Endspiel gelang gegen Österreich wie schon im Vorrundenspiel ein glatter 3:0-Erfolg (12:10, 11:5, 11:6). Alle drei TVB-Spieler kamen im Finale zum Einsatz. Vor allem Kapitän Spille in der Mitte und Rykena im Angriff glänzten nicht nur in dieser Partie, sondern während des gesamten Turnierverlaufs. „Mit Hauke Spille hatten wir den besten Zuspieler der EM, und Hauke Rykena hat die konstantesten Leistungen gezeigt“, lobte Trainer Meyer. Auch Vincent Neu, der im dritten Satz des Endspiels für Rykena eingewechselt wurde, machte einen guten Job – was schlussendlich für das gesamte deutsche Team galt: „Keiner hat weniger als seine Bestleistung abgerufen“, betonte das Trainer-Duo.

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Bestleistung im Finale

Rechtzeitig zum EM-Finale zeigte auch Ida Hollmann ihre Bestleistung. „Der Start in das Turnier fiel uns allen etwas schwer“, berichtete die Brettorferin. So ging der Vorrundenauftakt gegen Österreich mit 1:3 (7:11, 11:9, 9:11, 8:11) noch daneben. Doch als es erneut gegen die Alpenrepublik um die Goldmedaillen ging, waren Hollmann und Co. hellwach und entschieden das Endspiel in vier umkämpften Sätzen mit 3:1 (12:10, 10:12, 11:7, 11:8) knapp für sich.

„Durch das Vertrauen der Trainer und mit den Fans im Rücken konnte ich endlich meine Leistung abrufen“, freute sich Hollmann. „Vor dem Finale schwebte der Titelgewinn gefühlt noch außer Reichweite und ich hatte großen Respekt vor Österreich. Aber in solchen Spielen ist dann alles egal. Man fühlt sich wie im Tunnel“, fügte sie hinzu.

Für die Brettorfer und ihre Mitspieler der Nationalmannschaften geht es – natürlich nach einer ausgiebiger Siegesfeier – in dieser Woche im Jugendlager in Magglingen gemeinsam weiter. Auch dort wird sich viel um den Faustball drehen, denn am Donnerstag stehen weitere offizielle Länderspiele gegen die EM-Kontrahenten an, ehe es am Freitag gen Heimat geht.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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