WILDESHAUSEN Maximilian hatte eigentlich alles richtig gemacht: Ein eleganter Angriff und letztlich gewonnen. Eine kleine Kritik musste Trainer Jens Kahlenberg bei der Analyse der Schach-Partie aber dennoch loswerden: „Springer am Rand bringt Kummer und Schand’“, gab er dem Neunjährigen mit auf den Weg. „Der Springer gehört auf die grüne Wiese, also mitten ins Feld.“ Gleichwohl sei die Partie gut gelaufen.

Es war nur eine Episode am Rande des zweiten Turniers um den „Princess-Cup“, das der Schachklub Wildeshausen seit Freitag ausrichtet. Bis einschließlich diesen Sonntag kämpfen im „Kayserhaus“ 73 Teilnehmer an 35 Brettern um den silbenen Pokal. „Im vergangenen Jahr lag die Teilnehmerzahl noch bei 40“, freute sich Schachklub-Vorsitzender Dirk Rütemann über die gestiegene Resonanz. Er sprach von einem „Turnier der Generationen“: Als ältester Teilnehmer ging der 75-jährige Gerhard Meyer, der auch den „Princess-Cup“ gestiftet hat, an den Start. Die jeweils sechsjährigen Jari Reuker (Hannover) und Paul Laubrock (Hagen) repräsentierten die gut vertretene Gruppe der Nachwuchsspieler.

Im vergangenen Jahr konnte der Bremer Stefan Brehm das Turnier gewinnen. Er konnte sich damals in fünf Runden gegen 39 Teilnehmer durchsetzen. Auch am Freitag gab sich Brehm an Tisch 1 in der erste Runde keine Blöße und setzte sich gegen Jens Schnakenberg (TSV Neubruchhausen) durch. „Alle Partien wurden per Computer ausgelost“, berichtete SK-Vorsitzender Rütemann. Turnierleiter Johannes Fritsche hatte ein Auge darauf, dass die Regeln eingehalten wurden. So bestanden für die ersten 30 Züge eine Stunde Bedenkzeit; anschließend verblieb eine halbe Stunde bis zum Ende der Partie. Vor allem die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, im Garten des „Kayserhauses“ die Spielzüge mit Schachlehrer Kahlenberg noch einmal durchsprechen zu können. Die Partien an Brett 1 können sogar im Internet verfolgt werden.

Die Großveranstaltung des SK Wildeshausen genießt in Spielerkreisen einen guten Ruf, meinte Rütemann. Die Teilnehmer kommen aus ganz Norddeutschland. So reiste der 14-jährige Caspar Österheld (SVG Blankenese) eigens aus Hamburg an. „Meine Großeltern leben in Oldenburg, Sie haben mich hierher gebracht“, so der Schüler, der in der Zeitschrift „Rochade“ von dem Tunier erfahren hatte. Natürlich ist auch er bis Sonntag dabei.

Der Verein unter http://schach-im-rampenlicht.de

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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