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SüDMOSLESFEHN „Der Jugendtreff ist total wichtig für uns. Hier können wir ungestört spielen, Ausflüge planen oder einfach nur quatschen“, sagt Lina Köhl und strahlt mit den am ehemaligen Bauwagen aufgemalten Sonnenblumen um die Wette. Die 16-jährige Südmoslesfehnerin gehört nicht nur zu einer Gruppe von etwa 30 Mädchen und Jungen, die sich in Südmoslesfehn am Rande des Dorfspielplatzes regelmäßig trifft, sie leitet sie sogar.

Geplant hat sie es nicht, so früh Verantwortung zu übernehmen. „Ich bin da fast automatisch reingerutscht“, erzählt sie. Als es dem Ortsverein 2007 gelang, einen ausrangierten Bauwagen nach Südmoslesfehn zu holen, gab es viel zu tun. Alte Lackschichten mussten abgekratzt, der Innenraum gesäubert und neu gestrichen werden. Bis zu dreimal in der Woche haben die 14- bis 16-Jährigen stundenlang geschuftet. Als der Wagen dann 2008 endlich fertig war, ging auch der Gruppe fast die Luft aus. „Wir waren richtig platt. Es hat eine Weile gedauert, bis der Jugendtreff wieder in Schwung gekommen ist“, erinnert sich Lina.

Der Spaß ist längst schon bei ihr und den anderen zurückgekommen. Immer mittwochs treffen sie sich ab 16 Uhr beim wohnlich eingerichteten Bauwagen. Es gibt Strom fürs Teekochen, eine kleine Heizung und in der Mitte einen Tisch. Hendrik Müller, einer der Gemeindejugendpfleger, schaut dann ebenfalls vorbei. Doch auch wenn er nicht da ist, müssen Entscheidungen getroffen, Ausflüge organisiert oder auch mal Streitereien geschlichtet werden. Lina Köhl hat sich deshalb im Jugendhof Steinkimmen zur Jugendleiterin ausbilden lassen. Einen konkreten Berufswunsch hat sie sogar schon seit der fünften Klasse: sie möchte Kinderkrankenschwester werden.

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Dass sie einen Teil ihrer Freizeit in eine Sache investiert, für das es keine materielle Belohnung gibt, stört Lina überhaupt nicht. „Wenn ich Menschen etwas Gutes tun kann und merke, dass sie Spaß haben, dann fühle auch ich mich wohl“, verrät sie.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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