Delmenhorst Zwei Rote Karten haben den Verbandsliga-Handballern der TSG Hatten-Sandkrug im Spitzenspiel bei der HSG Delmenhorst ein wenig das Genick gebrochen: Am Samstagabend kassierte die TSG beim Tabellenführer eine 17:25 (10:11)-Niederlage.

Es war das erwartet spannende und von Beginn an von beiden Seiten intensiv geführte Derby, das Delmenhorst erst am Ende klar für sich entscheiden konnte. Dabei sahen die rund 400 Zuschauer lange Zeit eine interessante Begegnung auf Augenhöhe, denn die Gäste zeigten wenig Respekt und hielten die Partie mit einer bissigen Deckung, hinter der sich Keeper Peter Steffens mit einigen tollen Paraden auszeichnete, bis in die zweite Hälfte hinein offen. Zwischenzeitlich stand in der ersten Halbzeit sogar eine 7:5-Führung (18. Minute) für die TSG auf der Anzeigetafel.

Auch im Angriff präsentierte sich das Team von Coach Hauke Rickels sehr variabel, obwohl Robert Langner als Dreh- und Angelpunkt im TSG-Spiel schon Mitte der ersten Hälfte durch Philip Freese mit einer kurzen Deckung abgemeldet wurde. Doch hier sprangen dann die anderen Akteure ein. Besonders die Anspiele aus dem Rückraum an Till Schinnerer waren sehenswert, denn der Kreisläufer verwandelte die Bälle in toller Manier und war mehrfach nur siebenmeterreif zu bremsen. Hier zeigten jedoch die Schützen Mirko Menkens und Christian Wolf Nerven, scheiterten sie doch vom Punkt an Keeper-Neuzugang Björn Bröckerhoff, der Sönke Schröder nach 23 Minuten im Tor ablöste und in der Folgezeit auch zum Rückhalt seines Teams wurde.

Knackpunkt in dieser mit viel Herzblut geführten Partie war die erste Aktion der TSG nach der Pause, als Andre Haake bei einem Konter nur mit einem groben Foulspiel von Simon Carstens gebremst werden konnte. Der Sandkruger sah dafür die Rote Karte. Hatte Rickels bis dahin sowieso schon kaum Alternativen auf der Bank, kam es Mitte der zweiten Hälfte noch schlimmer, denn auch Schinnerer kassierte nach einem Foulspiel gegen den Ex-Sandkruger Torben Sudau den roten Karton. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten die Landkreisler noch hoffen, denn sie lagen nur mit zwei Toren zurück. Jetzt aber fiel die Entscheidung, denn mit einem Dreierpack von Tim Coors, der nach langer Verletzungspause erstmals in einem Pflichtspiel mitwirkte, setzte sich das Team von Coach Jörg Rademacher vorentscheidend auf 21:16 ab und ließ in den verbleibenden zehn Minuten nichts mehr anbrennen.

HSG-Coach Jörg Rademacher war in erster Linie mit den erkämpften Punkten zufrieden: „Es war noch viel Sand im Getriebe. Erst im zweiten Abschnitt haben wir unsere Aufgaben besser gelöst. Dabei zeigte sich besonders Tim Coors als Verstärkung. Auch Keeper Björn Bröckerhoff zeigte im ersten Einsatz eine starke Leistung.“ Enttäuscht äußerte sich dagegen TSG-Coach Rickels: „In der ersten Hälfte waren wir eigentlich spielerisch besser und hätten führen können. Wir haben in der Offensive jedoch nicht optimal durchgespielt und so einige Chancen liegen lassen. Bei meinem sowieso schon engen Kader waren die beiden Roten Karten gegen uns in der zweiten Hälfte schließlich ausschlaggebend. Diese Ausfälle konnten wir nicht kompensieren.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.