Fußball
Stenum verschläft erste Halbzeit

Eine engagierte Leistung in der zweiten Halbzeit reichte der Baake-Elf nicht, um Zählbares mitzunehmen. Der Trainer vermisste „die nötige Entschlossenheit“.

Bild: Niklas Grönitz
Gefährliche Torschüsse, die den SV Baris in Verlegenheit hätten bringen können, gab es vom VfL Stenum (am Ball) zu wenig.Bild: Niklas Grönitz
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Delmenhorst Der VfL Stenum kommt diese Saison auf fremden Fußballplätzen noch nicht in Fahrt. Der Bezirksligist kassierte am Sonntag bei Baris Delmenhorst die dritte Pleite im vierten Auswärtsspiel. Trotz einer engagierten Leistung im zweiten Durchgang unterlag die Elf von Thomas Baake vor etwa 150 Zuschauern mit 1:3 (0:2). Die Delmenhorster freuten sich hingegen über den Derbysieg.

„Wir haben ein vernünftiges Auswärtsspiel gemacht, ohne davon zu profitieren“, lautete Baakes Analyse direkt nach dem Abpfiff durch Schiedsrichter Fabian Becker (Oldenburg), der in der umkämpften Partie besonders in der ersten Hälfte und der Schlussphase gefordert war, als es hitziger wurde.

„Die erste Hälfte haben wir wie schon bei GVO verschlafen“, monierte Baake, denn Torraumszenen für sein Team gab es vor dem Seitenwechsel nur wenige. Stattdessen war viel Leerlauf in der Begegnung. Das reichte für den SV Baris, um zu zwei Treffern zu kommen. Erst traf Tayfun Kurt in der 27. Minute, dann erhöhte Devin Isik kurz vor der Pause zum 2:0. „Wir sind ausgekontert worden“, ärgerte sich Baake. Maximilian Bradler, der sich an diesem Tag nicht mit einem Tor belohnte, hätte nach einer halben Stunde den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Stenumer erzielen können.

„Wir sind in der zweiten Halbzeit vollen Mutes reingegangen. Deswegen bin ich auch nicht unzufrieden“, gab Stenums Coach zu Protokoll. Nach Wiederanpfiff bemühte sich Stenum, den Anschluss zu erzielen. Doch Bradler scheiterte zwei weitere Male (53., 58. Minute) an Baris-Fänger Orhan-Can Karakaya. „Da hat uns das Quäntchen Glück gefehlt“, monierte Baake. Allerdings hätte auch Mert Tunc in der 54. Minute die frühe Vorentscheidung herbeiführen können, wenn er das 3:0 nicht verpasst hätte.

In der 74. Minute gelang den Gästen doch noch der Anschluss. Der kurz vorher eingewechselte Alexander Ruge erzielte das 1:2. Bedanken konnte sich der Schütze bei Paul Fuhrken: Der hatte sich bei einer klasse Einzelaktion den Ball schön erlaufen, ihn dann verloren, aber im Nachsetzen wieder zurückerobert und so die Vorarbeit geleistet. Für den 18-Jährigen gab es dafür ein Sonderlob vom Coach: „Diese Entschlossenheit hat zum Tor geführt. Solche Spieler machen Spaß.“

Danach drückte Stenum auf den Ausgleich, der für Baake verdient gewesen wäre: „Nach dem Tor haben nur noch wir gespielt.“ Der VfL machte zwar das Spiel, viel Zwingendes kam aber nicht auf die Delmenhorster zu. Nur bei einer Szene hatte der Stenumer Anhang schon gejubelt. In der 81. Minute wurde Fuhrken auf der Außenbahn angespielt und überwand Torwart Karakaya, allerdings stand er knapp im Abseits, so dass der Treffer keine Anerkennung fand. Kurz danach setzte Mikael-Can Blümel mit dem 3:1 (85. Minute), das er mit der Pike erzielte, den Deckel auf ein Derby, in dem für die Landkreisler mehr drin gewesen wäre.

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