Delmenhorst Das mit Spannung erwartete Derby in der Fußball-Bezirksliga beim SV Tur Abdin gewann der FC Hude am Mittwoch auch in der Höhe verdient mit 3:0 (1:0). Es war bereits der siebte Saisonsieg für die Blau-Roten.

„Wir haben ein gutes Fußballspiel abgeliefert. Unser taktischer Plan, den Gegner früh zu stören und über die Außenpositionen Stress zu machen, ist perfekt aufgegangen“, sagte FC-Trainer Lars Möhlenbrock nach dem starken Kick seiner Mannschaft. Mit flüssigen Kombinationen, die in vielen gefährlichen Angriffen mündeten, hatten die Gäste den Tabellenneunten überraschend gut im Griff.

Der Liga-Neuling war sofort auf Betriebstemperatur und erarbeitete sich früh die ersten Torchancen. Einen strammen und platzierten Schuss von Torben Liebsch konnte Abdins Keeper Jens Dekarski noch abwehren. Bei der anschließenden Ecke war er jedoch machtlos: Ole Schöneboom legte sich das Leder zurecht und sah an der Strafraumgrenze den gut postierten Mohamed Alawie, der nicht lange fackelte – 1:0 für Hude (13.). Auch die nächsten gefährlichen Aktionen spielten sich vor dem Gehäuse der Platzherren ab, ein zweiter Treffer für die Huder wollte allerdings zunächst nicht fallen. Liebsch (18.) und Marko Schrank (24.) standen jeweils frei vor Dekarski, der beide Male parierte. Ein Distanzschuss von Schöneboom verfehlte das Ziel wenige Minuten vor der Pause nur knapp.

„Von der ersten Minute an waren wir schlecht – sowohl defensiv als auch offensiv“, haderte Abdins Coach Christian Kaya mit seinen Schützlingen. Eine Steigerung war im zweiten Durchgang erkennbar, Tore der Aramäer blieben allerdings Fehlanzeige. Stattdessen klingelte es noch zwei Mal auf der anderen Seite: Schöneboom hatte Glück, dass sein abgefälschter Schuss im Netz landete (51.). Einen Strafstoß nach Foul an Nils Sandau verwandelte Andy Brinkmann sechs Minuten später sicher zum 3:0 (57.). Liebsch mit einem weiteren Solo (63.) und der eingewechselte Dennis Lange (90.) hätten den Sieg noch weiter in die Höhe treiben können.

Kleine Rudelbildungen, dazu ein paar verbale „Nettigkeiten“ während und nach dem Spiel – ansonsten ging das Match erfreulicherweise weitgehend fair über die Bühne. Auf dem Delmenhorster Stadion-Nebenplatz war es das erste Aufeinandertreffen zwischen Hude und Abdin seit dem FC-Abstieg aus der Bezirksliga vor knapp anderthalb Jahren. Hude und Abdin gingen nach einem Urteil des Sportgerichts getrennte Wege. Der FCH musste damals absteigen, kehrte nun jedoch in die Bezirksliga zurück – und klopft dank seines gereiften Spielstils mit 22 Punkten als Tabellenfünfter – und somit nur noch einen Zähler hinter dem drittplatzierten VfL Stenum postiert – mittlerweile an der Spitzengruppe an.

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