Hude Kurz vor dem letzten Punktspiel des Jahres ihrer ersten Frauenmannschaft in der Handball-Oberliga überrascht die HSG Hude/Falkenburg mit einer Personalentscheidung: Dean Schmidt ist ab sofort nicht mehr Trainer des Oberligisten. Stattdessen ist der 35-Jährige künftig für den Ausbau des Mädchenbereichs in der Jugendabteilung des Vereins verantwortlich. Das teilten am Donnerstag die HSG-Vorsitzenden Alfred Boekholt und Michaela Cordes sowie der Abteilungsleiter Gaylord Klammt in einer Pressemitteilung mit.

Die aktuelle sportliche Situation der Mannschaft habe bei dieser Umstrukturierung nicht die entscheidende Rolle gespielt. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga wollte Hude/Falkenburg eigentlich in der Oberliga um den direkten Aufstieg mitspielen, liegt derzeit aber schon acht Punkte hinter dem souveränen Spitzenreiter VfL Stade (24:0) auf dem vierten Platz. „Wir stehen vernünftig in der Oberliga da. Stade, das eine überragende Saison spielt, ist zwar enteilt, aber Platz zwei ist immer noch in Reichweite“, bilanziert Schmidt. Er war erst zur Rückrunde der vergangenen Saison bei der HSG eingestiegen. „Ich hatte damals schon gesagt, dass es für mich wichtig ist, mich auch im Jugendbereich mit einzubringen“, so der Trainer. Deswegen hatte er parallel zu seiner Kernaufgabe – das Traineramt der ersten Frauen – schon damit angefangen, ein Konzept zur Jugendförderung aufzustellen. „Das ist sehr umfangreich“, stellte der Coach fest.

Auch aus Vereinssicht sei es sehr wichtig, die Jugendarbeit zu stärken. „Man muss viel dafür investieren, um bei den Jugendlichen das Interesse am Handball zu wecken“, weiß Klammt. Da sich Schmidt derzeit aber auch noch den Herausforderungen eines Studiums stellt, waren beide Aufgaben in diesem Ausmaß nicht mehr unter einen Hut zu bekommen.

So wurde bei der HSG in dieser Woche in einer größeren Runde mit dem Vorstand und der ersten Frauenmannschaft eine Entscheidung getroffen, die laut Pressemitteilung „natürlich einerseits ein wenig schmerzt, aber andererseits große Hoffnung und Zuversicht bringt“. Schmidt beendet seine direkte Verantwortung als Trainer der Oberligatruppe und übernimmt den Aufbau des Jugendbereichs in der HSG mit sofortiger Wirkung. „Er ist einfach der richtige Mann dafür“, ist Klammt überzeugt. Und auch Schmidt selbst blickt seinem neuen Hauptaufgabenbereich zuversichtlich entgegen: „Das ist eine Herausforderung, auf die ich mich freue.“ Schließlich könne er mit der Ausbildung guter Nachwuchsspielerinnen weiterhin einen Teil dazu beitragen, dass die zuletzt stetig von personellen Problemen geplagte erste Mannschaft ihr Ziel 3. Liga weiter verfolgen kann.

Bezüglich einer Trainernachfolge führt die HSG bereits intensive Gespräche. Beim letzten Spiel des Jahres in Oyten am Sonntag werden erst einmal Michaela Cordes und Inge Breithaupt, Trainerin der zweiten Mannschaft, auf der Bank Platz nehmen.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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