Bergedorf /Rio De Janeiro „Das wird wieder ein Zitterwochenende!“, sagt Detlef Kup­ner. Was der Vorsitzende des Schützenvereins Bergedorf und Nachbar von Vielseitigkeits-Star Sandra Auffarth meint, ist der Auftakt zu den Olympischen Reitwettbewerben in Rio de Janeiro. An diesem Sonnabend wird es ernst für die deutschen Vielseitigkeitsreiter – allen voran Sandra Auffarth (29) und Opgun Louvo, genannt Wolle.

„Ich rechne Sandra und ihrem Pferd gute Chancen aus, ganz vorn dabei zu sein“, sagt Alice Gerken-Klaas, die dem Pferdesport bekanntlich sehr verbunden ist. Neben einem „unfallfreien Ritt und einem topfitten Pferd“ wünscht die Ganderkeseer Bürgermeisterin der Bergedorferin, dass die „ihre sympathische Ruhe bewahrt und sich nicht dem Druck beugt, als Olympiasiegerin ins Rennen zu gehen.“

Entscheidungen fallen Dienstag

Mit der Dressur steigen die Vielseitigkeitsreiter – unter ihnen die Bergedorferin Sandra Auffarth (29) – an diesem Sonnabend in die olympischen Reitwettbewerbe ein. Jeweils von 15 bis 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit sind die Vielseitigkeitsreiter an diesem Sonnabend sowie am Sonntag, 7. August, im Dressurviereck unterwegs. Auffarth startet als erste deutsche Reiterin um 16.20 Uhr.

Noch spannender verspricht es am Montag, 8. August, zu werden: Dann absolvieren die Vielseitigkeitsreiter zwischen 15 und 20 Uhr in Deodoro, etwa 30 Kilometer entfernt von Rio de Janeiro, ihre Geländeritte. Am Dienstag, 9. August, wird schließlich mit den beiden Springen die Entscheidung über die Medaillenvergabe fallen: Ab 15 Uhr gehen die Reiter zweimal in den Parcours – je einmal für die Team- und für die Einzel-Entscheidung.

Für Rebecca Horstmann, die gerade in Spanien Europameisterin mit dem deutschen Team im Dressurreiten geworden ist, ist Sandra Auffarth ein Vorbild – nicht zuletzt aufgrund ihres fairen Umgangs mit ihrem vierbeinigen Sportpartner. „Ich glaube, ihr stehen in Rio alle Türen offen“, sagt die 16-Jährige über die Chancen ihrer Vereinskollegin. Dieser Einschätzung schließt sich Svenja Wieker, stellvertretende Vorsitzende des Reitervereins Ganderkesee an. „Der ganze Verein drückt Sandra die Daumen“, so Wieker. Ein großer Teil der Mitglieder werde die Vielseitigkeit in der Liveübertragung verfolgen.

Aber nicht nur in Reiterkreisen werden in den kommenden Tagen viele Daumen für Sandra Auffarth gedrückt werden. Auch die Dorfgemeinschaft Bergedorf wird, wie schon vor vier Jahren beim Olympia-Debüt der Sportlerin, im Dorfgemeinschaftsraum vor der Liveübertragung mitfiebern. „Ich wünsche Sandra, dass sie beweisen kann, was sie drauf hat, dass sie ihre Zeit in Rio genießen kann und das sie gesund nach Hause kommt“, sagt Ortsbrandmeister Jens Schröder. Friedhart Johannes, Vorsitzender des Dorfausschusses, freut sich, dass Bergedorf mit den Erfolgen von Sandra Auffarth stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücke. „Jetzt werden wir auch nicht mehr so oft mit Hamburg-Bergedorf verwechselt.“

Ihre kiwifarbenen Fan-T-Shirts für Sandra und Wolle bereitgeleget haben unterdessen die Freunde und Stallkollegen von Sandra Auffarth. „Wir freuen uns, dass die beiden in Rio am Start sind“, sagt Anna-Lena Jerzembeck stellvertretend für das Grüppchen. „Wir wissen, dass Sandra das Zeug zu einer Medaille hat, aber zu einem solchen Erfolg gehört auch Glück.“ Und egal wie es ausgehe: „Wir sind in jedem Fall stolz auf die beiden!“

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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