HARPSTEDT Anfangs sammelten die Harpstedter Einradfahrerinnen noch selber fleißig Autogramme bei der Einrad-Weltmeisterschaft im italienischen Brixen. Am Ende waren sie es, die ihren Namen auf T-Shirts und in Hefte schreiben mussten. Kein Wunder, denn seit Montagabend sind sie Weltmeister.

„Das ist etwas ganz Besonderes“, freute sich Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes über den Triumph der Gruppe „Wildcats“ des Harpstedter Unicycle-Teams in Südtirol. In der Nacht zu Mittwoch wird ein Teil der Delegation, die am vergangenen Donnerstag zur Unicon, der 16. Einrad-Weltmeisterschaft, ins italienischen Brixen fuhr, zurück erwartet. Sobald das ganze Team wieder daheim sei, wolle man laut Cordes „auf jeden Fall etwas machen“. Was genau das sein wird, müsse noch abgestimmt werden.

Schon vor Beginn der Wettkämpfe zeigte sich Trainer Heiko Allmandinger auf Anfrage der NWZ  optimistisch: „Wir erhoffen uns natürlich das Maximum.“ Ein paar Tage später kann sich die Bilanz der Weltmeisterschaft sehen lassen: Eine Goldmedaille mit der Großgruppe „Wildcats“ (unter 15 Jahre), eine Silbermedaille für Lilli Böttcher und Alexa Kühn sowie ein siebter Platz für Hannah Allmandinger und Sina Kischkat.

Trainer sind zufrieden

„Wir sind unglaublich zufrieden mit der gesamten WM“, resümiert Heiko Allmandinger. Auch der siebte Platz sei vollkommen in Ordnung. „In der Altersklasse war das Teilnehmerfeld sehr stark. Außerdem hatten wir keine optimale Vorbereitung und etwas Verletzungspech“, so Allmandinger. Beim Training war die 14-jährige Hannah Allmandinger auf den Ellenbogen gestürzt. Mit dem siebten Platz seien sie und Sina Kischkat (13) jedoch zufrieden. „Wir wissen aber, dass da noch mehr geht“, so Trainer Allmandinger.

Vor allem der Erfolg der beiden jüngsten Starterinnen des Unicycle-Teams aus Harpstedt bereitete den Betreuern, Eltern und den angereisten Fans große Freude: Bereits am Sonnabend gewann das Duo Lilli Böttcher (9) und Alexa Kühn (10) die Silbermedaille.

Der Höhepunkt folgte dann am Montagabend als die Sieger der Gruppenwettbewerbe der unter 15-Jährigen bekannt gegeben wurden. „Wir haben besonderes Lob von den japanischen Juroren für unsere Kostüme bekommen“, freute sich der Trainer, der zusammen mit Betreuern und Eltern bereits am Montagmorgen um 5 Uhr mit den Vorbereitungen für den Wettbewerb begonnen hatte. Eigentlich sei es typisch für japanische Einrad-Teams, mit besonders aufwendigen Outfits anzutreten, deswegen ehre das Lob der Juroren aus Fernost die Harpstedter besonders.

In Südtirol habe man auch viele Freundschaften zu anderen Athleten geschlossen. Besonders zu den Japanern habe man laut Allmandinger viel Kontakt gehabt. Es seien T-Shirts getauscht worden und eine Menge gemeinsamer Fotos entstanden. Sogar Autogramme mussten die Harpstedter Mädchen bereits geben. Dabei hatten sie am Anfang noch selbst welche gesammelt von diversen Stars der Szene.

Nach der Siegerehrung am Montag feierten die Mädchen mit ihren Konkurrenten. Allmandinger: „Die Halle hat getobt. Später ging es dann im Hostel weiter. „Natürlich mit alkoholfreiem Sekt.“

Nächste WM in Montreal

Die WM in Brixen dauert noch bis zum 31. Juli. In den weiteren Wettbewerben tritt jedoch kein Sportler der Unicycle-Teams an. Bereits am Dienstag fuhr der Bus mit einigen Harpstedtern zurück in Richtung Heimat. Andere machten sich direkt aus Südtirol in den wohlverdienten Urlaub auf. Als nächstes Ziel gibt Allmandinger den selbst organisierten Nord Cup am 8. und 9. September in Harpstedt aus. Selbstverständlich wolle man auch die deutschen Meisterschaften am 22. und 23. September erfolgreich gestalten. Dort werden die Erwartungen sicherlich hoch sein, zumal die „Wildcats“ als amtierender Weltmeister anreisen. Im Mai 2013 findet dann die Europameisterschaft in der Schweiz statt, die nächste WM ist in zwei Jahren in Montreal/Kanada.

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