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WILDESHAUSEN Die kleine Abkühlung im Atlantik hatten sich die nicht eben sonnenverwöhnten Norddeutschen verdient: Nach dem Sieg im Spiel um Platz drei der europäischen Beachhandball-Serie (ETB) im portugiesischen Lagoa stürzten sich einige der Frauen des deutschen Vertreters Bumblebee Wildeshausen bei 30 Grad in der Sonne direkt vom Spielfeld in die Fluten – 7:6 hieß es am Ende nach Shoot-Out gegen die schweizer Vertreterinnen der Beachqueens.

Vorher hatte sich eine spannende Partie auf hohem Niveau entwickelt. In der ersten Hälfte hatten die Schweizerinnen ein flüssiges Kombinationsspiel gezeigt – nach zehn Minuten hieß es 17:11 für sie. Bumblebee-Trainer Oliver Galeotti stellte nun um: Um die aus Wildeshausen stammenden Esther Batke und Miriam Wachsmann errichtete er ein wahres „Abwehrbollwerk“, wie der Coach sagte. Der Lohn: ein 12:6 für sein Team in Hälfte zwei.

Im folgenden Shoot-Out, bei dem die Spielerinnen nach Pass der Torhüterin versuchen, ins gegnerische Tor zu werfen, trafen alle Wildeshauserinnen. Nach dem 7:6 brach das Team in kollektiven Jubel aus. Galeotti: „Am nächsten Tag mussten wir um 7 Uhr zum Flughafen – da gab es natürlich schon einige sehr müde Gesichter.“

Der Erfolg der Wildeshauserinnen ist umso bemerkenswerter, da das Team nicht regelmäßig gemeinsam trainiert. „Von den acht Turnier-Teilnehmern trainieren sieben regelmäßig zusammen – wir hatten lediglich drei Einheiten vor Ort – darum ist unser Fazit nur positiv“, fasste Coach Galeotti zusammen.

Dabei war der erfolgreiche Turnierverlauf für die Landkreis-Frauen zunächst nicht abzusehen. Zwar besiegte Bumblebee in Spiel eins den späteren Gegner in der Partie um Rang drei, die Beachqueens, mit 2:0-Sätzen (20:14, 14:12). Im zweiten Spiel kassierte die Mannschaft dann aber gegen die Holländerinnen von THSV Camelot aus Tilburg eine deutliche 0:2-Pleite (14:17, 7:17).

„Da waren wir chancenlos. Besonders die holländische Torhüterin war überragend“, befand Galeotti. Im entscheidenden Spiel um den Einzug ins Halbfinale präsentierten sich die Wildeshauserinnen dann besonders in der Abwehr stark verbessert. Mit 2:0-Sätzen (11:8, 10:9) wurden die bis dahin punktgleichen Polinnen aus Poznan aus dem Turnier gekegelt. Galeotti: „Der Gruppensieg war für uns bereits ein toller Erfolg.“

Das folgenden Halbfinale verlor Bumblebee unglücklich: In beiden Hälften stand es nach zehn Minuten 13:13-Unentschieden. Beide Male setzte sich der ungarische Gegner OVB Beach Girls per Golden Goal durch. „Da hat vielleicht auch ein bisschen die Cleverness gefehlt“, glaubt Oliver Galeotti. Dennoch überwogen für den Trainer die positiven Eindrücke: „Ein super Turnier mit toller Atmosphäre.“

Tim Gelewski Agentur Hanz / Redaktion Jever
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