Wildeshausen Der 29. Mai könnte für den VfL Wildeshausen endgültig zu einem historischen Datum werden: Exakt ein Jahr nach dem Gewinn der Bezirksliga-Meisterschaft und dem Landesliga-Aufstieg haben die Wildeshauser Fußballer am Sonntagnachmittag das Krandel-Stadion erneut zum Beben gebracht. Im Abstiegsendspiel gegen den direkten Konkurrenten SC Türkgücü Osnabrück gewannen die Wildeshauser durch ein Last-Minute-Tor von Sebastian Bröcker in der Nachspielzeit mit 2:1 (1:0) und verließen damit wieder die Abstiegsplätze.

Die Szenen unmittelbar nach dem Siegtor erinnerten stark an das Aufstiegsfinale gegen den SV Atlas Delmenhorst am 29. Mai 2015: Es bildete sich eine rote Jubeltraube, die Torschütze Bröcker unter sich begrub, während die VfL-Fans mit bengalischem Feuerwerk den wichtigen „Dreier“ nach einer langen Durststrecke von elf sieglosen Spielen feierten. Unterschied zum Vorjahr: Erreicht haben die Wildeshauser (39 Punkte) mit ihrem elften Saisonsieg noch nichts. Die Entscheidung um den Klassenerhalt fällt erst am letzten Spieltag im Heimspiel gegen den SV Holthausen-Biene. „Am besten gewinnen wir das Spiel auch noch, dann haben wir Klarheit“, sagte Siegtorschütze Bröcker glücklich.

Der 25-Jährige rückte nach seinem überzeugenden Auftritt im Nachholspiel gegen Lohne in die Startelf ebenso wie Storven Bockhorn und Maximilian Seidel. Die Platzherren, die bei einer Niederlage abgestiegen wären, begannen schwungvoll und hatten nach einer Viertelstunde die erste sehr gute Chance. Bröcker bediente Seidel, der aus spitzem Winkel an Türkgücü-Torwart Kevin Krzyzostaniak scheiterte. Den Nachschuss von Lennart Feldhus blockte Yalcin Emekci zur Seite ab. Feldhus nur eine Minute später und Pascal Hesselmann (17.) hatten weitere Möglichkeiten, während auf der Gegenseite VfL-Keeper Sebastian Pundsack einen Kopfball von Pablo Andrade Gregorio spektakulär abwehren konnte (19.). In der 26. Minute jubelte der VfL dann erstmals, als Feldhus einen Freistoß von Jan Lehmkuhl zum 1:0 in die Maschen köpfte, musste aber direkt danach auch den verletzungsbedingten Ausfall von Janek Jacobs (Oberschenkelzerrung) verkraften. „Das war schon ein Schock für uns. Janek war gerade in Topform, an ihm haben sich zuletzt einige Spieler hochgezogen“, meinten die VfL-Trainer Marcel Bragula und Marco Elia.

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In der zweiten Halbzeit hätte Wildeshausen das Spiel sicher nach Hause fahren können, wenn schnell ein zweites Tor geglückt wäre. Doch trotz einer Vielzahl an Chancen durch Bröcker, Feldhus, Lehmkuhl und den eingewechselten Kai Schmale wurde es noch einmal hektisch. Türkgücü, das in der 69. Minute schon durch Oguz Deniz einen Lattentreffer verzeichnet hatte, kam durch einen traumhaften Freistoß von Torjäger Furkan Güraslan zum Ausgleich (76.). Doch der VfL ließ nicht lange die Schultern hängen, sondern kämpfte mit allen Mitteln um den Sieg. Der Lohn war das späte, aber verdiente 2:1 durch Bröckers platzierten Flachschuss.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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