Brettorf /Wildeshausen Das Gewimmel am Hunteeinstieg „Im Hagen“ in Wildeshausen war groß. 38 große und kleine „Geestböcke“ hatten sich eingefunden, zum Auftakt des zehnjährigen Bestehens des 1. FC Köln-Fanclubs „Geestböcke“. Mit 13 Booten stachen die Fußballfans in die Hunte. Allen voran Präsident Henrik Goedeke, der in zünftiger Vereinskluft aufmarschiert war. Dabei zeigte sich, dass die Köln-Fans nicht mit ihrer Mannschaft trotz Abstiegs in die zweite Bundesliga hadern. „Uns ist das doch egal, ob wir in der 1. Liga oder der 2. Liga gewinnen“, so Goedeke. Das Gute sei dabei auch, dass mal andere Stadien angefahren werden wie zum an der Ostseeküste in Kiel.

„Wir sind entspannt, bester Laune und bald spielt ein Kölner in den Werder-Reihen. Was wollen wir mehr“, lachte der Fanclub-Präsident. Man sei in guter Gesellschaft, denn 113 Geestböcke drücken ihrem Kölner Fußballclub regelmäßig die Daumen.

Angefangen hat alles im Party-Keller von Gerd Kläner in Brettorf. Dort fassten am 17. Mai 2008 einige Fußballanhänger den Entschluss, einen Fanclub für den 1. FC Köln zu gründen. Gesagt, getan. Unter dem Namen „Geestböcke von 2008 – Allet för de Club“ erlebten die Kölle-Fans in zehn Jahren alle Höhen und Tiefen – oder besser Auf- und Abstiege zwischen der ersten und zweiten Bundesligaetage. Nicht immer Dinge, die ein Fußballerherz erfreuen, doch wer ein echter „Geestbock“ ist, der steht hinter seinem Verein wie ein Gems-Bock auf dem Fels.

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Mit der Kanutour wurde die Feier des Zehnjährigen feuchtfröhlich begonnen. Am Ende standen alle sicher auf dem Erdboden beim Anleger an der Oelmühle. Von dort wurde die 38-köpfige Runde abgeholt. Ziel war die Gildestube. Holger Munke hatte hier schon den Grill angeheizt. Natürlich floss auch das eine oder andere Kölsch – alles beim Mitfiebern mit der deutschen Elf beim Sieg gegen Schweden.

„Wir haben nicht nur 113 Mitglieder im Gefolge, sondern wir sind damit auch der größte Fanclub nördlich von Köln“, betonte Goedeke. Spaß sei bei den Geestböcken Programm. Unvergessen sind die Sommertrainingslager-Besuche auf Norderney, die Zusammenkünfte im Vereinslokal von Gunnar Schürmann in Brettorf, im Clubzimmer mit eigens rot gestrichener Kölnwand, aber auch die Zusammenkünfte im Kläner-Keller in Brettorf. „Du kannst die Arbeit wechseln, du kannst den Glauben wechseln und auch die Frau, nur eins kannst du nicht wechseln: den Verein“, beschwor Goedeke die Kölner Fußballgemeinde im Oldenburger Land.

Namhafte Ehrenmitglieder gehören zu den Reihen der Geestböcke. Der langjährige Kölner Spieler und spätere Geschäftsführer Werder Bremens, Klaus Allofs, zählt zu den Ehrenmitgliedern seit 2009 und seit 2011 auch die Spieler Martin Lanig, Michael Rensing sowie der ehemalige Teambetreuer Marcus Rauert.

Und eines sei auch sicher. In der neuen Saison brauche man nicht auf den HSV zu verzichten. Die Spiele in Hamburg würden ja bleiben. Man sieht sich. Dann eben in der Zweiten Liga.

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