Bremen /Bookholzberg /Sandkrug Gleich vier Handballerinnen aus dem Landkreis haben beim SV Werder Bremen viel vor. Die beiden Torhüterinnen Larissa Gärdes und Hanna Hinrichs sowie die Rückraumspielerinnen Naomi Conze und Sarah Seidel tragen allesamt das Trikot der Grün-Weißen und gehören in der kommenden Saison der weiblichen A-Jugend an. Mit dem Team schafften sie gerade erst die Qualifikation für die Bundesliga – was gleichzeitig eine Premiere in Werders Handball-Geschichte ist.

„Der Erfolg unterstreicht die gute Jugendarbeit im Verein“, sagt Patrice Giron, Koordinator Leistungssport beim SV Werder. In Bremen sei man darauf bedacht, die richtige Balance zu finden zwischen eigenen Spielerinnen sowie Talenten aus der Region – und das mit Weitblick. „Wir bieten ihnen die Perspektive, bei uns auch Bundesliga spielen zu können“, erklärt Giron. Seit vier Jahren sind Werders Frauen in der 2. Bundesliga vertreten und schlossen die zurückliegende Saison auf Rang 13 erneut mit dem Klassenerhalt ab.

Die Perspektive 2. Bundesliga eröffnet sich ab sofort auch für die 17-jährige Naomi Conze. Die Bookholzbergerin gehört zum Kader der Zweitliga-Mannschaft und hat sich bis mindestens 2021 an die Grün-Weißen gebunden. „Wir haben viele starke Talente in unseren Mannschaften und einen klaren Plan, wie wir sie fördern wollen“, sagt Giron. „Naomi gehört zu diesem Kreis sehr guter Nachwuchsspielerinnen, denen wir zutrauen, in den nächsten Jahren den Sprung in die 2 Bundesliga zu schaffen. Wir freuen uns sehr, dass sie diesen Weg mit uns gehen möchte.“

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Conze war 2018 von der TSG Hatten-Sandkrug an die Weser gewechselt. Als B-Jugend-Spielerin erzielte die großgewachsene Rechtshänderin bereits in der zurückliegenden Spielzeit für Werders zweite Mannschaft in 20 Partien 68 Treffer in der Oberliga Nordsee und kam zudem in der A-Jugend zum Einsatz. „Sie bringt neben ihrer Körpergröße und der enormen Wurfkraft weitere gute Voraussetzungen mit, um sich auf höchstem Niveau zu etablieren“, so Giron. „Sie ist intelligent, ehrgeizig, weiß, dass sie hart arbeiten muss, um voranzukommen. Und sie passt auch menschlich hervorragend zum SV Werder.“

Conze wird zukünftig überwiegend mit der ersten Mannschaft trainieren, aber auch weiterhin Einheiten in der „Zweiten“ bestreiten. Denn: „Es ist wichtig, dass sie möglichst viel Spielpraxis bekommt. Die Oberliga ist dafür genau richtig“, sagt Giron. „Als Spielerin des jüngeren A-Jugend-Jahrgangs werden wir Naomi dann behutsam an höhere Aufgaben heranführen.“

Im Januar dieses Jahres hatte die Bookholzbergerin ihr Länderspiel-Debüt in der U 17 des DHB gefeiert. Ins Blickfeld des nationalen Verbands war sie schon vor einigen Jahren gerückt, hatte sich dann aber ausgerechnet bei einem Nationalmannschafts-Lehrgang das Kreuzband gerissen. „Während und nach meiner Verletzung hat der Verein mich sehr unterstützt und mir geholfen, wieder fit zu werden“, sagt Conze, der es nicht nur deswegen „sehr gut bei Werder gefällt“. Sie sehe in Bremen in den nächsten Jahren beste Voraussetzungen, um sich weiterzuentwickeln. Dabei sei die 2. Bundesliga das nächste große Ziel. „Diese Herausforderung ist groß, aber ich freue mich darauf. Ich habe bereits länger bei der Mannschaft mittrainiert, da merkt man schon einen Unterschied“, sagt die 17-Jährige, die auch Angebote anderer Vereine vorliegen hatte. „Aber die Option, bei Werder zu bleiben, hat mir am besten gefallen“, lacht sie.

Aber nicht nur im Verein steckt sich die Rückraumspielerin große Ziele. So hofft sie derzeit auf die Berufung in den deutschen Kader für die U-17-Europameisterschaft im slowenischen Celje vom 31. Juli bis 11. August. Davor sind noch drei Lehrgänge – der erste, zudem auch die Bookholzbergerin eingeladen wurde, findet in dieser Woche von Dienstag bis Sonntag in Lübeck statt. „Ich hoffe natürlich sehr, dass ich für den EM-Kader nominiert werde“, sagt sie.

In der weiblichen A-Jugend von Werder wird Naomi Conze zudem weiterhin mit Larissa Gärdes, Sarah Seidel und Hanna Hinrichs zusammenspielen. Während Hinrichs gerade erst aus der B-Jugend aufgerückt ist, haben Gärdes und Seidel schon Erfahrungen in der A-Jugend gesammelt und stehen darüber hinaus auch für die zweite Frauenmannschaft auf dem Feld. Torhüterin Gärdes rückt dabei auch schon in den Fokus der Zweitligamannschaft. Seidel war in der vergangenen Saison noch mit einem Doppelspielrecht ausgestattet und lief parallel zur Bremer A-Jugend noch für die Oberliga-Frauen der HSG Hude/Falkenburg auf. Jetzt will sie sich komplett auf Werder konzentrieren. „Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Giron.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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