Birkenbusch Etwas ruppig ging der Ostwind beim Anfliegen der Hobbypiloten des Modellflugclubs (MFC) Dötlingen auf dem Flugplatz in Birkenbusch zu Werke. Da waren die Künste der Modellflieger schon gefragt, was sich besonders beim Landen zeigte. „An der Landung erkennt man den guten Piloten, wenn der seine Maschine butterweich auf der Rollbahn aufsetzt“, erklärte Jens Gutsche, Pressewart des MFC. Gerade setzte wieder ein Motorflieger per Fernsteuerung auf der Landebahn auf, hob noch einmal ein kurzes Stück ab, um dann wieder Boden unter dem Fahrwerk zu gewinnen.

„An diesen leichten Hopsern ist eine kleine Erhebung in der Mitte der Landebahn schuld. Die lässt die Maschinen manchmal wieder kurz abheben, wenn der Pilot nicht so ortskundig ist“, lächelte Gutsche. Das mache auch ein Stück den Reiz aus.

Aber auch hoch in der Luft über dem Fluggelände ging es diesmal turbulent zu. Da krachte ein Segler in ein größeres Flugmodell. Während der Motorflieger unbeirrt weiter flog und nicht beschädigt wurde, ließ es den Segler zu Boden trudeln.

Nur einige Augenblicke später kam ein weiterer Flieger herunter. Die Flügel knackten beim Landen an den Sollbruchstellen. „Das passiert eben mal. Meist reicht eine kleine Reparatur der Bruchstellen mit Kunstharz, und es kann weiter geflogen werden“, so der Pressesprecher.

Blickfang war der Start des Nachbaus einer Piper PA-18. Ein Fluggerät für den Langsam-Flug. „Auch Still-Fly im Fachjargon genannt“, wie Gregor Paus aus Ganderkesee erklärt. Er ist einer der ganz alten Hasen im Modellfluggeschäft. In 50 Jahren sammelte er Erfahrung, die er gerne als Berater und Co-Modellbauer bei Flugprojekten weitergibt. Eng arbeitet er mit Olaf Gerken zusammen. Letzterer hatte eine KA 8b, ein Schulungssegler mit fünf Meter Spannweite, mitgebracht. Schon am Vormittag hatte der Segler seinen ersten Flug nach der Bauphase von 800 Stunden zusammen mit Paus bestens gemeistert. Da gab es ein Glas Sekt und das Modell wurde getauft. Und auch am Nachmittag konnte der böige Ostwind den beiden Modellen kaum etwas anhaben.

Für Paus’ Piper, oft als „VW der Lüfte“ bezeichnet, Spannweite 3,6 Meter, 11-PS-Verbrennermotor, war es kein Problem, den Schulungssegler auf Höhe zu bringen. Der schraubte sich bei der einsetzenden Thermik in die Höhe.

Nun blicken die MFC-Piloten auf die „Dötlinger Flugtage“. Am Samstag, 1. Juni, wird auf dem Flugplatz in Birkenbusch von 13 bis 18 Uhr ein buntes Programm von Mikado-Fliegen über Fuchsschwanzjagd bis zum Kuschelfliegen gezeigt.

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