Neerstedt /Sandkrug Die einen starteten furios und bekamen vor Weihnachten einen Dämpfer, die anderen beendeten vor den Feiertagen eine Niederlagenserie: Völlig unterschiedlich lief die Hinrunde der Handball-Teams TV Neerstedt und TSG Hatten-Sandkrug – auch wenn sie zuletzt eine unschöne Gemeinsamkeit hatten.

Nach zwölf Spielen steht der TV Neerstedt auf Rang sechs. Trainer Jörg Rademacher ist damit einerseits zufrieden, andererseits nicht. „Wenn mir vor der Saison einer gesagt hätte, in der Winterpause sind wir Sechster, hätte ich das so genommen“, erinnert sich Rademacher an die Zielvorgabe – doch vor dem Hintergrund, dass die Neerstedter lange Vierter waren, ist er enttäuscht. „Wir sind gut gestartet, hatten einen überragenden November und einen rabenschwarzen Dezember“, fasst der TVN-Coach zusammen. Der überragende November hatte nur eine Ausnahme: Die Niederlage im Derby in Sandkrug.

Sandkrug dreht Derby

Ortswechsel: Auf Rang elf liegt die TSG Hatten-Sandkrug, die vor der Saison ambitioniertere Ziele hatte. „Das ist nicht in Ordnung. Wir hatten ein starkes Team mit den Zugängen Tim Manthey und Torben Kruse“, sagt Grzegorz Goscinski. Der TSG-Trainer hatte sich vorgenommen, im oberen Mittelfeld mitzuspielen – „auch wenn wir wussten, dass die Liga stark wird.“

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Doch noch vor dem ersten Saisonspiel fing die Misere an: Alexander Janßen sagte mit Rückenproblemen ab. Dennoch gewann die TSG zwei der ersten vier Spiele. „Vor allem gegen Delmenhorst hat man unsere Stärke gesehen“, erinnert sich Goscinski an das 39:27. Außerdem denkt der Coach gerne an das Derby gegen Neerstedt: „Da haben wir aus einem Fünf-Tore-Rückstand zur Halbzeit noch einen Sieg gemacht.“

Doch hatte die Partie einen Wermutstropfen: Simon Carstens zog sich einen Jochbeinbruch zu und fällt seitdem aus. Zudem verletzten sich Robert Langner und Torwart Hendrik Bruns schwer. Der Kader verkleinerte sich – und die TSG verlor Spiel um Spiel.

Zahlreiche Verletzungen

Ortswechsel: Nach der Niederlage in Sandkrug feierten die Neerstedter drei Erfolge in Serie und waren Vierter – doch dann beklagte auch der TVN mehrere Ausfälle, unter anderem die Leistungsträger Björn Wolken, Tim Schulenberg, Malte Kasper und Ole Goyert. Mit einem Rumpfkader verlor Neerstedt die letzten drei Partien des Jahres. Das 23:24 gegen Elsfleth bezeichnet Rademacher als „verschenkte Punkte“.

Doch aus den Spielen zuvor weiß er, „dass wir alle bis auf Beckdorf schlagen können – wenn alles stimmt.“ Unter die ersten drei komme Neerstedt aber nicht mehr . „Da gehören wir auch nicht hin“, sagt Rademacher, und fügt an: „Noch nicht.“ Aber er will sich direkt dahinter platzieren und „andere Teams ärgern“.

Ortswechsel: Die Sandkruger holten vor Weihnachten noch einen Sieg. Trainer Goscinski bleibt zuversichtlich: „Die Truppe arbeitet gut und kämpft – trotz der Probleme. Sie sind ein Team.“

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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