Wildeshausen „Ich war schon drin“, sagt Azubi Leon Holst, „aber nur ganz kurz.“ Kein Wunder, denn die Temperatur des glasklaren, sauberen Wassers hat gerade einmal die 11-Grad-Marke gerissen. Doch bei der Eröffnung des Freibades im Wildeshauser Krandel am Montag, 15. Mai, sollen mindestens 24 Grad erreicht werden. Damit ein guter Start in die neue Saison gelingt, legt sich das Kurbad-Team mächtig ins Zeug.

Bereits Anfang März haben die Vorbereitungen im Freibad begonnen, wie Krandelbad-Betriebsleiter Marcel Buller am Mittwoch berichtet. Das Team ließ das alte Wasser ab, befreite den Boden der Schwimmbecken mit Hochdruckreinigern von Schmutz und entfernte zerbrochene Fliesen. Drei Wochen lang wurden neue Fliesen geklebt, die meisten im Nichtschwimmer-Beckens.

Parallel zum Einlass des frischen Wassers überprüfte eine Wartungsfirma die mehr als 40 Jahre alte Anlagentechnik. „Wir haben das Filtermaterial aufgefüllt; Rosten und Rinnen repariert“, berichtet der 31-jährige Bad-Betriebsleiter. Bis einschließlich Freitag ist auch das Hallenbad geschlossen. Von einem „Rundumschlag an Reinigungsarbeiten“, die im „Normalbetrieb“ nicht ohne weiteres möglich wären, spricht Buller. So hat der Fliesenleger die Silikonfugen an Wänden und Böden in beiden Umkleidetrakten erneuert. Weitere Fachfirmen waren damit beschäftigt, Kassenanlage, Gas- und Wasserleitungssystem zu warten. Das gesamte Gebäude wird komplett gereinigt, jede Fliese und Fuge sauber gewischt. Im Sommer soll auch die „Achse 5“, wie Marcel Buller den Baukörper mit Hallenbad und Kursbecken nennt, für Wartungsarbeiten kurze Zeit gesperrt werden.

Gut 91 000 Besucher wurden im Vorjahr gezählt. 2017 dürfen es gern mehr werden, hofft nicht nur Buller.

Beim Blick ins Freibad fällt vor allem eines auf: Das Farbkonzept des Hallenbads wurde auch draußen übernommen. So belebt das Apfelgrün die in Basaltgrau gehaltenen Seitenwände. Die rechteckigen Fenster ins Sprungbecken wirken wie hellblaue Bullaugen eines Dampfers. „Das haben wir alles in Eigenregie gemacht“, ist Buller stolz auf sein Team. Malermeister Ulf Debbeler habe sich allein mit der Reparatur des Planschbeckens befasst. Weit mehr als Verschönungsarbeiten gibt es auch auf der großen Wiese des Freibades. Dort formt Bildhauer Uwe Oswald aus Eichen- und Buchenstämmen zwei meterhohe Figuren. Der „Mann“ hat bereits die Badehose an.


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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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