Wardenburg Die Angelfreude bei den Fischern in der Gemeinde Wardenburg ist getrübt. Vor allem am Wochenende und bei gutem Wetter können die Angler häufig nicht mehr die idyllische Ruhe am Hunte-Ufer genießen.

Grund sind die zahlreichen Kanu-Fahrer, die auf dem Fluss in einigen Fällen Regeln des guten Umgangs missachten, wie Mitglieder des Fischereivereins Wardenburg berichten.

Paul Riefstahl, Vorsitzender des Fischereivereins Wardenburg, bekommt die Beschwerden der Mitglieder mit: „Wenn an sonnigen Tagen viele Kanu-Fahrer unterwegs sind, kommen sie den Anglern oft in die Quere. Wenn man sie darauf hinweist, weiter rechts zu fahren, um nicht in die Angelruten zu geraten, hören manche nicht darauf.“ Das Problem seien vor allem alkoholisierte Personen, die die Kanu-Touren zu einem „Sauf-Ausflug“ nutzen würden. „90 Prozent der Kanu-Fahrer verhalten sich ja vernünftig“, räumt Riefstahl ein, „aber die Betrunkenen machen dafür umso mehr Ärger. Am letzten Wochenende wurden wieder einige Angler bepöbelt, nachdem sie sich beschwert hatten. Das ist kein Einzelfall.“

Nicht nur die unachtsame Fahrweise stößt den Fischern übel auf. Das Hunte-Ufer verkommt an vielen Stellen zur Müllkippe. Während der Fahrt weggeworfene Essensreste oder Verpackungen pflastern die Landschaft. Zudem verrichten viele Touristen ihre Notdurft in der Botanik, anstatt Toiletten aufzusuchen. „Kein schöner Zustand“, stellt Riefstahl fest.

Jochen Eck vom Oldenburger Kanu-Tour-Veranstalter „Yeti“, der Ausflüge über die Hunte anbietet, versteht die Beschwerden der Angler. Er weist darauf hin, dass es am Ufer an mehreren Stellen Toiletten gebe, auf die auch bei der Einweisung vor den Fahrten hingewiesen werde. „Bei unseren Kanu-Touren herrscht Alkoholverbot, das kontrollieren wir auch beim Einstieg. Außerdem wird gesagt, dass man sich von den Anglern fernhalten soll, damit eine Gefährdung ausgeschlossen ist“, sagt Eck.

Allerdings: „Wir können die Menschen nicht während der kompletten Fahrtstrecke kontrollieren. Im Nachhinein hört man dann manchmal von Zwischenfällen. Wenn sich jemand belästigt fühlt, bitten wir darum, sich sofort beim Veranstalter zu melden.“

Andreas Heizmann Volontär / NWZ-Redaktion
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