Wardenburg Jetzt ist Daumendrücken angesagt. Die New Power Generation des Oldenburger Turnerbunds kämpft an diesem Freitag im ersten Semifinale des Tanzwettbewerbs „Got to Dance“ um den Einzug ins Finale (20.15 Uhr live auf Sat.1).

Was nur relativ wenige Eingeweihte wissen: unter den 24 Tänzern in ihren spektakulären Kostümen befinden sich viele Sportakrobaten aus Wardenburg und den Nachbargemeinden Hatten und Hude. Verständlich, dass die Wardenburgerin Christiane Karczmarzyk, Gründungsmitglied und mit Dagmar Kersten zuständig für die Choreographie der Gruppe, heute Abend besonders auf die Unterstützung aus der Heimat hofft.

Positiver Stress fürs Team

Mehr als 4000 Teilnehmer hatten sich bei „Got to Dance“ beworben. Die New Power Generation ist nach der Vorrunde von einer Fachjury schon unter den besten 36 platziert worden. Im Halbfinale kommt es am Ende aber darauf an, wer die meisten Stimmen der Zuschauer erhält. Wenn alles glatt geht, stehen die Tänzer im Alter von neun bis 43 Jahren am Freitag, 5. Juli, im großen Finale.

Dafür nehmen Heike Laker, Wiebke Hemppner, Tina Waitschat, Christine Karczmarzyk, ihr Mann und Trainer Manuel sowie Tochter Laura (alle Wardenburg), Alina Müller (Sandkrug), Katrin Schröer (Kirchhatten) sowie Anna Hannemann (Hude) und die anderen Sportakrobaten des Teams einige Strapazen auf sich, die weit über den Amateursport hinausgehen.

15 Stunden Training in vier Tagen haben sie beispielsweise kurz vor der Show neben Beruf und Familie investiert, damit die Choreographie sitzt. Besonderer Anreiz: Als Coach gab ihnen Kim Willecke den Feinschliff für die TV-Show, ein Tänzer und Choreograph, der sonst mit Weltstars wie Lady Gaga arbeitet. Exakt 90 Sekunden bleiben der New Power Generation am Freitag für ihr tänzerisches und akrobatisches Feuerwerk.

Als Christiane (39) und Manuel Karczmarzyk (41) mit einigen Mitstreitern vor 20 Jahren in Wardenburg mit dem Kunstturnen und der Akrobatik begannen, konnte noch niemand ahnen, wie erfolgreich die Gruppe eines Tages sein wird.

100 000 Fans im Internet

Entscheidend war rückblickend der Wechsel vom Kunstturnen in die Sportakrobatik. „Hier können wir viel kreativer und freier sein“, sagt Manuel Karcz­marzyk. Das trifft auf die Choreographie und die Kostüme zu. Die „Zebralution“ war beispielsweise in der Vorrunde ein echter Hingucker. An seine schlagartig gewachsene Popularität muss sich das Team erst noch gewöhnen. Waren es bislang ebenfalls schon beeindruckende 20 000 Besucher auf der Facebook-Seite, stieg die Zahl der Seitenaufrufe nach der TV-Sendung auf über 100 000. „Es ist Wahnsinn, was in den wenigen Tagen bei uns los war“, gibt die Choreographin zu.

Aus der Heimat macht sich an diesem Freitag ein Fanbus mit 40 Personen auf den Weg nach Köln, wo im Coloneum, dem Aufnahmezentrum für TV- und Filmproduktionen, die Tanzshow stattfindet. Viel Zeit, sich zu erholen, wird den Sportakrobaten nicht bleiben: Anfang Juli fliegen 19 von ihnen nach Kapstadt (Südafrika) zur „Gym for Life Challenge“, einer Weltmeisterschaft für Vereinsgruppen. Absoluter Höhepunkt dürfte die Teilnahme am Feuerwerk der Turnkunst sein, die vom 27. Dezember bis 22. Januar 35 Auftritte an 28 Orten ermöglicht, darunter in der Olympiahalle München, der Max-Schmeling-Halle Berlin und der SAP-Arena in Mannheim.

Kein Wunder, dass die Motivation der New Power Generation schier unerschöpflich zu sein scheint. „Wir brennen regelrecht“, sagt Christiane Karczmarzyk.


     www.facebook.com/newpowergeneration.oldenburg 
Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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