AHLHORN Qualitativ, da ist sich der Spielertrainer der Bezirksliga-Fußballer des Ahlhorner SV, Carsten Stammermann, sicher, sei sein Kader keineswegs schlechter als in der vergangenen Saison. Im Gegenteil, er erkennt sogar eine größere Klasse. Sorgen bereitet ihm einzig die Quantität, denn der ASV habe einen Kader, der am Limit liege. Verletzungen von Leistungsträgern dürften da nicht vorkommen.

Daran hat Stammermann in der Vorbereitung aber keinen Gedanken verschwendet. Vielmehr hat er mit seiner Mannschaft und dem neuen Co-Trainer Maik Kerber daran gearbeitet, das Defensivverhalten zu stärken. „67 Gegentreffer in der vergangenen Saison waren einfach zu viel“, analysiert Stammermann. Im Repertoire wird der ASV auch sein bisher praktiziertes Abwehrverhalten (mit Libero Stammermann und zwei Manndeckern Brüning und von Behren) haben. Dabei sind allerdings die Manndecker stärker gefordert, denn sie sollen ihre Position behalten und müssen daher immer auf der Hut sein, wo sich die Gegenspieler befinden. Noch mehr Stabilität erhofft sich Stammermann aber von der verstärkt praktizierten Viererkette (Harmuth, Stammermann, Brüning, Kellner). „Das hat in den Testspielen sehr gut geklappt“, hegt er die Hoffnung, dass mit dieser taktischen Maßnahme die Defensive besser steht, die Torwarte entlastet werden und die Quote der Gegentore niedriger wird.

Auch im Spiel nach vorne soll sich in Ahlhorn einiges ändern. Konnten sich bislang die Gegner auf die „langen Bälle“ in die Spitze bequem einstellen, so soll in Zukunft mehr „von hinten heraus gespielt werden“, so Stammermann. Das mache das Offensivspiel flexibler. Auch hier haben die Ahlhorner in Zukunft mehr Möglichkeiten. Zum einen können sie mit einer Raute das Angriffsspiel forcieren, zum anderen mit dem deutschen EM-System – einer „Doppel-Sechs“ die Räume für die gegnerischen Angreifer eng machen.

Bei dieser etwas defensiveren Taktik setzt der Ahlhorner Coach vermehrt auf Ballgewinne. „Wenn wir dann schnell umschalten, können wir unsere Schnelligkeit in der Offensive ausspielen“, sieht er hier eine Chance für sein Team, leichter zum Erfolg zu kommen.

Den Abgang von Rainer Iken soll Dennis Rutz kompensieren. Dass Alexander Lindt den Verlockungen des SV Molbergen gefolgt ist, ärgert in Ahlhorn manchen Verantwortlichen. „Wir haben aber mit Rutz, Benkendorf, Harmuth und Feist Kräfte, die ihn ersetzen können und haben vielleicht nun auch den Vorteil, dass sie mehr nach hinten arbeiten,“ so Stammermann, der hier einen weiteren Schwerpunkt der Vorbereitung nennt. „Abwehrarbeit beginnt schon in der Spitze. Wenn wir hier gut verschieben, fällt es uns leichter, dem Gegner Probleme zu bereiten“, weiß der Coach um die Bedeutung einer früh beginnenden Defensive.

„Erstklassig“, so findet Stammermann, sei auch die Verpflichtung von Maik Kerber als Co-Trainer. „Wir harmonieren, und er kommt gut bei dem Team an“, ist er voller Lob über die „dringend notwendige Verpflichtung“. Sie hat für Stammermann auch den großen Vorteil, dass er sich voll und ganz auf seine Aufgaben als Spieler konzentrieren kann, was angesichts des kleinen Kaders zwingend erforderlich ist, um die Qualität zu wahren.

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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