AHLHORN Eine schwierige Frage wollte Klaus Ebel nach dem Schlusspfiff nicht beantworten. „Fragt mich nicht, wer der beste Spieler war“, sagte der Trainer der Bezirksliga-Fußballer des Ahlhorner SV am Sonnabend direkt nach 90 spannenden Minuten und einer ebensolchen, ziemlich langen Nachspielzeit. Seine Mannschaft hatte das Saison-Auftaktspiel gegen den Heidmühler FC im Hans-Jürgen-Beil-Stadion mit 4:3 (2:2) gewonnen. Diesen Erfolg verdankte der ASV in der Tat einer couragierten, engagierten und starken Leistung aller elf Akteure.

ASV erwischt guten Start

Die Ahlhorner begannen schwungvoll. Ebel hatte eine Viererkette in der Abwehr, vier Mittelfeldspieler und zwei Stürmer aufgeboten. In dieser Formation bestimmte das Team die ersten 20 Minuten. Zusätzlichen Auftrieb gab das frühe 1:0 durch Silvio Schröder (6.). Der ASV ließ seine Gäste zunächst nicht zur Entfaltung kommen, gewann viele Bälle bereits im Mittelfeld und sorgte mit schönen Kombinationen über die Flügel für viel Gefahr vor dem Tor der Friesländer. Kopfbälle von Schröder (18.) und Christoph Benkendorf (22.) verfehlten ihr Ziel nur knapp.

Doch der HFC fand langsam, aber sicher ins Spiel. Das erste Mal wies er in der 24. Minute nach, warum er als Meisterschaftsanwärter gehandelt wird. Eine schöne Kombination schloss Niklas Fasshauer ab (22.). Fortan war das Spiel ausgeglichen. Der ASV war vom Ausgleich nicht geschockt, spielte weiter nach vorn. Und auch die Gäste hatten einige gute Chancen.

Der nächste Treffer gelang den Ahlhornern. Nach einer Ecke stand Andre Brüning richtig, als HFC-Torwart Simon Koick den Ball nicht festhalten konnte, und drosch ihn aus drei Metern über die Linie (29.). Das 2:1 währte aber nicht lange. Der HFC spielte die weit aufgerückte ASV-Abwehr aus, Fasshauer legte im Strafraum quer auf Sascha Abraham – 2:2. Und die Gäste hätten zur Pause sogar führen können. Doch ASV-Torwart Alexander Lohrey passte sehr gut auf, als Abraham nach einem weiteren HFC-Konter für Fasshauer auflegen wollte (36.). Dann rettete Jan Gussfeldt-Ordemann nach einem Schuss des HFC-Mittelfeldspielers Marcel Schmidt für den bereits geschlagenen Lohrey.

Traumtor von Bauer

Nach einer etwas ruhigeren Phase nach dem Seitenwechsel fand der ASV zuerst seinen Rhythmus wieder und ging verdient in Führung. Marius Bauer kam, nachdem ein Schuss von Janek Ruff abgeblockt worden war, an der rechten Strafraumecke an den Ball, spielte seinen Gegenspieler aus und traf mit einem schönen Schuss in die linke untere Ecke (58.). Anschließend bestimmte der ASV das Spiel, vergab aber einige Chancen. Als dann aber Andre Hesselmann nach einer zu kurz abgewehrten Flanke von Schröder mit einem Flachschuss das 4:2 erzielt hatte (75.), schien die Partie entschieden.

Das war aber ein Irrtum. Der HFC bewies Moral, warf noch einmal alles nach vorn. Sieben Minuten vor Schluss traf Georg Segeth zum 3:4. Mehr gelang den Heidmühlern aber nicht, da ASV-Torwart Lohrey mehrfach gut reagierte und die ASV-Feldspieler – nach der gelb-roten Karte gegen Schröder (88.) in Unterzahl – mit riesigem Einsatz um die ersten Punkte kämpften. „Eigentlich ist der HFC für uns kein Maßstab. Wir wollten nur zeigen, dass wir mithalten können“, sagte Ebel. „Die Mannschaft hat eine tolle Leistung geboten. Ich bin natürlich sehr glücklich.“

Lars Pingel Lokalsport / Redaktion Wildeshausen
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