Ahlhorn Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke zeigte sich sicher: „Die 4,1 Millionen Euro sind gut investiertes Geld.“ So viel hat die neue Sporthalle mit Mensa direkt am Schulzentrum an der Straße Westerholtkamp in Ahlhorn gekostet. Dass dieses Geld eine überaus sinnvolle Investition in die Zukunft sei, betonten alle Redner gleichermaßen am Sonntagmittag in der Mensa beim Festakt vor rund 60 Gästen. Ebenso ein roter Faden in allen Reden: ein dickes Dankeschön an alle Beteiligten, dass das Großprojekt mit einer dreijährigen Planungs- und einer einjährigen Bauphase reibungslos über die Bühne gegangen ist.

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe waren alle entscheidenden Mitwirkenden auf der Bühne vereint. Ralf Mehrings von der Huder Firma Mehrings Komplettbau gab den Schlüssel zunächst an Bürgermeister Schmidtke. Der reichte ihn an die künftigen Nutzer weiter, vertreten durch den Schulleiter der Graf-von-Zeppelin-Schule, Dirk Richter, den stellvertretenden Leiter des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG), Jürgen Steffens, und den Vorsitzenden des Ahlhorner SV, Andreas Krems, als Vertreter der Vereine. Die Engpässe bei den Hallenzeiten für Schulen und Vereinen waren es nämlich einst gewesen, die die CDU-Fraktion den Bau einer Halle in Ahlhorn hatte beantragen lassen. Der Vorstoß stieß im Kneter Rat bei allen auf offene Ohren.

Dank an Mehrings

Schmidtke erinnerte an den Architektenwettbewerb, der zu dem Projekt ausgerufen wurde. „Die Politik hat die beste Lösung herausgefunden“, sagte er. Ausdrücklich dankte er dem Planer Christoph Bagge, Architekt aus Oldenburg. Zudem erwähnte Schmidtke auch die Nachbarschaft, die die „riesige Fläche“ am Westerholtkamp zur Verfügung gestellt habe.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Wir haben noch nie einen so coolen Unternehmer-Typen gefunden“, lobte der Bürgermeister das Zusammenspiel mit Generalunternehmer Ralf Mehrings. „Hemdsärmelig, hart im Verhandeln, aber immer eine Lösung gefunden“, meinte Schmidtke. Die Firma hatte das günstigste Angebot vorgelegt, zudem einen Plan, der überzeugte. Mehrings dankte für die gute Zusammenarbeit und überraschte den ASV-Vorsitzenden Krems mit einem großen Netz voller Bälle als Präsent.

Dirk Richter, „schulischer Hausherr“ der Halle, sprach von einer „schönen neuen Einrichtung“. Sie sei eine gute Grundlage für den Ausbau des Ganztagsbetriebs der Schule. Schließlich seien Ganztagsschulen verpflichtet, ein gesundes Verpflegungsangebot für die Schüler bereitzustellen. Die neue Sportanlage sei „ideale Grundlage“ für die Erweiterung des Bewegungsangebotes am Nachmittag. Richter: „Das alles passt hervorragend in unsere momentane schulische Entwicklung: Passend haben wir einen Dienstposten für Prävention, Gesundheit und Ernährung an unserer Schule geschaffen und besetzt.“

Visionen genannt

„Visionär“ konnte sich Richter vorstellen, den neuen Kindergarten in der Nachbarschaft bei der Mensa einzubinden oder die nahe Grundschule, wenn sie als Ganztagsschule geführt werde.

Für das Gymnasium betonte Jürgen Steffens, dass mit dem Neubau der Schule „viele Möglichkeiten geschenkt werden“. „Wir haben ein Zuckerstückchen“, so der begeisterte Redner. Auch im Vergleich zu anderen, größeren Orten sei die Ausstattung der Schule sehr gut – sowohl baulich als auch von der Größe der Anlagen. Dazu komme die sehr gute Kooperation vor Ort. Schön sei, dass das Gymnasium die Mensa mitnutzen dürfe. „Der Betrieb ist gut angelaufen“, sagte Steffens.

ASV-Vorsitzender Krems hielt sich kurz. Die Halle sei „zweckmäßig, schön und angenehm“. Die Probleme bei den Hallenzeiten, die die Schulen bisher genutzt hätten, könnten damit gelöst werden. So bräuchten die Tennisspieler nicht mehr in auswärtige Hallen zu fahren, sondern könnten in der neuen Halle spielen.

Umrahmt wurde der Festakt durch Musik des DBG-Ensembles unter der Leitung von Markus Bantel-Tönjes und der Band-AG der Graf-von-Zeppelin-Schule unter der Leitung von Felix Barrenschee.

Offene Türen

Kurz ging es in die Halle, um eine kleine Demonstration der Minis der Fußballer und der Faustballer des ASV zu sehen. Danach waren alle Gäste zum Imbiss in der Mensa eingeladen. Ein Tag der offenen Tür mit Darbietungen von Aktiven des Ahlhorner SV und des TV Ahlhorn schloss sich am Nachmittag an.

So sieht sie aus: die neue Sporthalle mit Mensa am Westerholtkamp in Ahlhorn BILD: Suttka

Sportfläche von 968 Quadratmetern und Tribüne für 199 Personen

Im Februar 2014 beantragte die CDU-Fraktion, die Sporthallenkapazitäten in Ahlhorn zu erweitern. Bisher gab es eine Sporthalle im Schulzentrum sowie eine bei der Grundschule. Es folgte eine Bedarfserhebung zu den Hallenzeiten. Sie bestätigte das Defizit – sowohl aus Sicht der Schulen als auch der Vereine. Letztlich fiel die Entscheidung für einen Neubau. Die Sanierung der ehemaligen Tennishalle in Ahlhorn und eine Erweiterung der bestehenden Schulsporthalle bei der Graf-von-Zeppelin-Schule wurden verworfen.

Mit der Fläche an der Straße Westerholtkamp (direkt gegenüber vom DBG) wurde ein geeignetes Areal gefunden. Da die Essensausgabe in der Graf-von-Zeppelin-Schule bislang in Containern untergebracht war, wurde das Thema Mensa mit in die Planung aufgenommen. In seiner Sitzung im Mai 2015 fasste der Verwaltungsausschuss den Grundsatzbeschluss, eine neue Zweifeldsporthalle westlich der Graf-von-Zeppelin-Schule zu errichten. In die Planung sollte ein multifunktionaler Raum als Mensa einbezogen werden. Die Vergabe der Planungs- und Bauleistung sollte an einen Generalunternehmer nach einer beschränkten Ausschreibung und einem öffentlichem Teilnahmewettbewerb erfolgen. Für ein Projekt dieser Größenordnung war es notwendig, ein Büro für das Projektmanagement zu beauftragen. Die Firma Assmann Beraten und Planen aus Braunschweig bekam diesen Auftrag. Nach dem Teilnahmewettbewerb wurden vier Unternehmen an der beschränkten Ausschreibung beteiligt. Im Oktober 2016 überzeugte das Angebot der Firma Ralf Mehrings Komplettbau aus Hude.

Die Gesamtkosten des funktionalen Komplexes belaufen sich auf rund 4,1 Millionen Euro. Auf die Mensa entfallen davon rund 900 000 Euro. Die Verwaltung schreibt dazu: „Sowohl die Schulen als auch der Sportverein waren vorab in die Planungsabläufe eingebunden, so dass die von dort vorgetragenen Wünsche Berücksichtigung finden konnten.“

Der Gebäudekomplex besteht aus einer Zweifeldsporthalle mit einer Sportfläche von 968 Quadratmetern (22 x 44 Meter) und einer Tribüne für 199 Personen. Die Mensa bietet 72 Sitzplätze. Dazu gehören eine Küche für Catering und Aufbereitung für Speisen sowie Nebenräume, Kühlung und Lagerung sowie eine Bühne.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.