Ahlhorn /Brettorf Faustball-Wahnsinn in Ahlhorn: Die Männer des ASV haben am Samstagnachmittag ihr Heimspiel in der 1. Bundesliga gegen den TSV Hagen nach einem 0:4-Satzrückstand und Abwehr von zwei Matchbällen noch mit 5:4 gewonnen. Weniger spektakulär verlief die 0:5-Auswärtspleite des TV Brettorf beim VfK Berlin.

Ahlhorner SV - TSV Hagen 1860 5:4 (7:11, 6:11, 12:14, 9:11, 12:10, 11:2, 11:3, 11:7, 11:3). Ein irres Faustballspiel sahen die Zuschauer in Ahlhorn. Dabei deutete schon alles auf ein ganz frühes Ende hin, denn die Platzherren verloren die ersten vier Sätze und hatten im fünften Durchgang beim Stand von 8:10 zwei Matchbälle gegen sich. Die ASV-Fans waren gedanklich schon auf dem Heimweg, als sie doch noch Zeugen einer kaum für möglich gehaltenen Aufholjagd wurden. „Die Messe war eigentlich gelesen, doch dann haben die Jungs eine tolle Moral bewiesen und das Spiel Punkt für Punkt gedreht“, staunte Ahlhorns Trainer Karsten Bilger über die Wandlung seiner Mannschaft.

Diese hatte zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel gefunden. „Vor allem die ersten beiden Sätze waren extrem schwach, die Spieler haben auf allen Positionen den richtigen Biss vermissen lassen“, kritisierte der ASV-Trainer. Ganz anders hingegen präsentierten sich die Gäste, die eine starke Vorstellung ablieferten. Vor allem die Abwehr um Ex-Nationalspieler Olaf Machelett stand bombensicher, während die Angreifer Florian Kutscher und Robin Kahlmann die Ahlhorner Defensivreihe immer wieder vor Probleme stellten. Die Einwechslung von Sören Dahms für Erik Grotelüschen brachte ab dem vierten Satz zwar etwas Feuer ins ASV-Spiel, doch auch dieser Durchgang ging noch an die Gäste. Als die Ahlhorner dann aber im fünften Satz beide Matchbälle abwehrten und mit zwei weiteren Punkten in der Verlängerung den vorzeitigen K.o. abwendeten, kippte die Partie komplett. „Wir haben unser Spieler immer konsequenter durchgezogen, während Hagen zunehmend verunsicherter wurde“, sagte Bilger.

Im Abwehrzentrum machte Mats Albrecht die Grundlinie mit vielen starken Paraden dicht, im Rückschlag nutzte Christoph Johannes praktisch jede sich bietende Chance, um mit dem ersten Ball zu punkten. Hagen wirkte am Ende platt, während sich Ahlhorn in einen waren Rausch spielte. „Ich hoffe, dass wir jetzt den Schalter auch im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf umgelegt haben“, blickte Bilger voraus.

ASV: Christoph Johannes, Tim Albrecht, Sören Dahms, Mats Albrecht, Paul Barklage, Erik Grotelüschen.

VfK 1901 Berlin - TV Brettorf 5:0 (11:6, 11:4, 11:7, 11:6, 11:2). Außer Spesen nichts gewesen: Beim haushohen Favoriten in Berlin gab es für die Brettorfer das erwartete Ergebnis. „Das 5:0 spiegelt das Spiel und die aktuellen Leistungsverhältnisse der Teams wider“, resümierte TVB-Trainer Klaus Tabke. Seine junge Truppe stand gegen den VfK von Beginn an auf verlorenem Posten. „Wenn wir zwischendurch mal etwas stärker aufkamen, hat Berlin auch direkt einen Gang höher geschaltet“, berichtete Tabke und fügte hinzu: „Unsere Truppe ist mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren sehr jung. Wir müssen jetzt Erfahrungen sammeln und langfristig denken. Wenn wir dann am Ende den Klassenerhalt schaffen, wäre es schön. Die entscheidenden Spiele dafür kommen alle noch. Da gilt es, das Leistungsvermögen abzurufen.“

TVB: Hauke Rykena, Malte Hollmann, Marcel Osterloh, Hauke Spille, Moritz Cording, Tom Hartung.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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