Faustball
Nächstes EM-Gold für Albrecht

Tim Albrecht kam in fünf EM-Partien zum Einsatz. Lediglich im Finale blieb ihm nur die Zuschauerrolle.

Bild: DFBL/Schönwandt
Sicher am Ball: Tim Albrecht vom Ahlhorner SV überzeugte bei seinen Auftritten im Trikot der deutschen Faustball-Nationalmannschaft.Bild: DFBL/Schönwandt
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Adelmannsfelden /Ahlhorn In seiner internationalen Titelsammlung ist die nächste goldene Medaille hinzugekommen: Tim Albrecht vom Ahlhorner SV hat am Sonntagnachmittag mit der Faustball-Nationalmannschaft erneut die Europameisterschaft gewonnen. In Adelmannsfelden (Baden-Württemberg) setzten sich die deutschen Faustballer im Finale gegen den ewigen Widersacher Schweiz souverän mit 4:0 durch und verteidigten damit ihren Titel. Für Albrecht war es nach 2016 der zweite EM-Triumph, außerdem hat er mit Deutschland schon zwei Mal (2013/2017) die World Games gewonnen. Dagegen schafften es die Schweizer auch im sechsten Versuch in Folge nicht, bei einem großen internationalen Turnier im Finale gegen Deutschland zu gewinnen.

„Die Spiele waren alle auf richtig hohem Niveau“, fasste Tim Albrecht die drei Turniertage zusammen. Er lobte außerdem die Organisatoren des TSV Adelmannsfelden, die für perfekte Bedingungen auf und neben dem Platz gesorgt hatten. „Das Spielfeld war in einem hervorragenden Zustand“, betonte der 25-Jährige und fügte glücklich hinzu: „Vor den vielen Fans hat es unheimlich viel Spaß gemacht zu spielen. Mit dem Europameistertitel war es ein wirklich geniales Wochenende.“

Schon in den Vorrundenspielen am Freitag deutete sich an, wer das beste Faustballteam auf dem europäischen Kontinent sein würde: Deutschland, als Titelverteidiger gestartet, hatte seine Konkurrenten Italien (11:6, 11:5), Österreich (11:8, 12:14, 11:3) und Schweiz (11:5, 11:3) trotz des einen Satzverlustes in der zweiten Partie sicher im Griff und holte sich damit Platz eins in Gruppe A.

Eine klare Sache war auch das Viertelfinale gegen Serbien (11:5, 11:4, 11:6). Bundestrainer Olaf Neuenfeld nutzte diese Begegnung auch dafür, um viel durchzuwechseln. Wie bereits in allen Gruppenspielen setzte er dabei auf den Ahlhorner, der auch im Halbfinale gegen Italien ab dem dritten Satz zum Einsatz kam. Analog zur Vorrunde machten die Deutschen mit den Italienern kurzen Prozess (11:3, 11:9, 11:4) und standen damit im Finale.

„Mit meiner persönlichen Leistung bin ich auf jeden Fall zufrieden“, bilanzierte Albrecht. „Ich durfte in fünf der sechs Spiele auf dem Platz stehen. Das hätte ich vorher nicht gedacht.“ Doch ausgerechnet im Endspiel vor 3500 Fans blieb ihm dann nur die Zuschauerrolle. Hier setzte Neuenfeld in seiner „Starting Five“ auf Patrick Thomas, Ajith Fernando (TSV Pfungstadt), Fabian Sagstetter (TV Schweinfurt-Oberndorf), Nick Trinemeier (TV Käfertal) und Oliver Späth (FBC Offenburg). „Natürlich hätte ich auch gerne noch im Finale gespielt. Aber wenn es mit den fünf Spielern, die auf dem Platz stehen, so gut läuft, dann muss man es auch so zu Ende bringen“, zeigte Albrecht Verständnis für die Aufstellung des Bundestrainers. Der lag damit schließlich auch „goldrichtig“, denn Deutschland fegte die Eidgenossen mit 4:0 förmlich vom Platz (11:8, 11:4, 11:6, 11:7). „Die Schweizer waren im Finale eigentlich immer gut dran, aber wir haben so ziemlich jeden Ball abgewehrt und gut an die Leine gespielt“, berichtete Albrecht. „Und wenn Patrick Thomas den Ball im Dreimeterraum liegen hat, dann gibt es für den Gegner selten eine Chance“, lobte er die Leistung des deutschen Angreifers.

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