LANDKREIS Wer ist in welcher Sportart aktiv? Welche Erfolge haben die Kandidaten erzielt? Wo liegt der Schwerpunkt der ehrenamtlichen Arbeit? Um ein wenig mehr über die acht bei der Sportlerwahl nominierten Männer zu erfahren, werden sie etwas genauer vorgestellt. Leserinnen und Leser der NWZ haben jetzt bis zum 30. Januar Zeit, an der 19. Auflage der Wahl teilzunehmen.

Weiter als Jörn Büsselmann kann in seinem Alter kaum ein Faustballer sein. Bereits als 16-Jähriger kam er in der Nationalmannschaft U18 bei der EM in Duisburg zum Einsatz, wo es zum Titel langte. 2006 war der bisherige Höhepunkt seiner Karriere, als er bei der WM in Chile Weltmeister und wenig später Europameister wurde. 2007 reichte es bei der EM nach einer knappen Niederlage gegen die Schweiz „nur“ zu Platz zwei. Das hat dem Ehrgeiz des jungen Mannes keinen Abbruch getan, der für die nächste U 18-WM zu alt ist und jetzt versuchen wird, Stammspieler in der Juniorennationalmannschaft zu werden. Eine feste Größe ist Büsselmann, der mit fünf Jahren zum Faustballsport kam und für den sich die Position des Schlagmanns „schnell erledigt hatte“, schon seit drei Jahren in der Männermannschaft des SV Moslesfehn. Als Mittelmann und Zuspieler hat er maßgeblichen Anteil daran, dass es mit dem Team wieder aufwärts geht. Sowohl in der Halle

als auch auf dem Feld ist die Mannschaft mittlerweile wieder erstklassig. „Wir müssen versuchen, uns hier zu etablieren, um dann in die Spitze vorzustoßen“, hat Büsselmann klare Vorstellungen, wohin der Weg seiner Mannschaft führen soll. Beim Nachbarn Wardenburger TV trainiert er die Jugend und hat dabei die C-Jungen schon zur Vize-DM geführt.

In die zweite Reihe ist Thomas Gutsche bei den Fußballern des VfL Wildeshausen getreten. Und das nach einer Karriere mit Höhen und Tiefen. Gutsche, der während seiner Hochzeit mehr von seinem Talent als von dem Trainingsfleiß lebte, prägte in den vergangenen 15 Jahren den Fußball im VfL mit. Zum Anfang seiner Karriere bei den Männern stand der Aufstieg in die Bezirksoberliga. Gutsche, bei dem die Zunge immer mitspielt, war einer der Leistungsträger der Mannschaft, die sich dort etabliert hatte, bevor sie dann aus vereinsinternen Gründen auseinanderfiel. Gutsche, der von der E-Jugend an für den VfL spielte, verließ ihn für drei Jahre. Als es dem Verein sportlich schlecht ging, kam Gutsche zurück und übernahm als Routinier in einer jungen Mannschaft Verantwortung. Der gelernte Stürmer stellte sich in den Dienst der Mannschaft, spielte Liberao oder im Mittelfeld. Das Engagement des Freistoßspezialsten wurde mit der

zweiten Meisterschaft seiner Karriere im Jahr 2007 belohnt.

Bereits seit seinem sechsten Lebensjahr spielt Christian Kläner Faustball beim TV Brettorf. 2007 erkämpfte sich der 24-Jährige mit der Nationalmannschaft den dritten Platz bei der WM. Gleich zweimal wurde er dabei zum „Player of the Match“ gewählt und als besondere Auszeichnung ins Allstar-Team aufgenommen. Für ihn war das ein „unvergessliches Erlebnis“. Zum Faustball ist Kläner durch seine Familie gekommen. Seine Erfolge haben ihn stets motiviert weiterzumachen. Sein Fernziel ist die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2011 in Österreich. Zudem ist er bestrebt, sein Können an den Nachwuchs weiter zu geben, was er bei seinem TV Brettorf seit drei Jahren ganz erfolgreich macht.

Bei den Europameisterschaften im Oktober errang der Kung-Fu-Sportler Endrik Kraßtinat Silber im Waffenkata (Formenlauf) und Bronze beim Semikontakt-Kampf. Bei den Deutschen Meisterschaften stand er sogar zweimal ganz oben auf dem Treppchen. Der 33-jährige Buchhalter trainiert dreimal pro Woche beim Judo Club Achternmeer-Hundsmühlen und gibt zudem seit mehreren Jahren sein Wissen an Nachwuchs-Sportler weiter. „Es ist toll zu sehen, wie die Kinder Fortschritte machen“, sagt er begeistert. Auch Kraßtinat hatte bereits als Schüler angefangen, sich für Kampfsport zu interessieren und seine ersten Erfahrungen beim Karate gesammelt.

Das Aushängeschild der Leichtathletikabteilung des TV Hude ist der 16-jährige Julian Lake. Erst vor zweieinhalb Jahren hat er mit Leichtathletik angefangen, dennoch holte er sich im Juni 2007 in Braunschweig in 53,2 sec. den Landesmeistertitel über 400 m – seiner Paradedisziplin. Anfangs hat er auch andere Disziplinen ausprobiert und ist im Fünfkampf angetreten, konzentriert sich aber inzwischen auf den Sprint. „Ich liebe den Kampf Mann-gegen-Mann“, schwärmt er. Obwohl er mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel zu kämpfen hatte, triumphierte er auch bei den Kreismeisterschaften in Ganderkesee. Hier stand er gleich vier Mal ganz oben auf dem Siegerpodest. Er überzeugte über 100 m, 200 m und 800 m sowie beim Hochsprung, wo seine Bestleistung im vergangenen Jahr 1,68 m betrug.

Sören Pedersen gehört zu den erfolgreichsten Springreitern in Weser-Ems. Der gebürtige Däne betreibt in Wohlde einen Turnier- und Ausbildungsstall. Ständig ist er auf nationalen und internationalen Turnieren unterwegs. Gerne erinnert sich der 37-jährige Springreiter an die Saison 2007. Höhepunkt war sein Erfolg bei den Weser-Ems Meisterschaften in Cloppenburg. Im Sattel seines Paradepferdes „Lobster“ sicherte er sich mit 199,50 Punkten die Goldmedaille. Doch auch sonst lief es gut. Vordere Platzierungen in der Champion Trophy, bei internationalen Turnieren und Nationenpreiseinsätze sorgten für seine gute Bilanz. Zugleich machte er auch als Trainer der Reiterfamilie Sosath auf sich aufmerksam. Er gehört zu den Sympathieträgern der Pferdesportszene.

Rainer Schrammek hat in den 70er Jahren bereits jugendliche Handballer trainiert, die heute selbst Mannschaften betreuen. Gleich drei Mal wurde sein Team Kreismeister und die A-Jugendlichen schafften den Aufstieg in die Bezirksliga. Und dass sportliche Erfolge den ehrenamtlichen Einsatz versüßen, weiß auch Schrammek. Der 60-jährige Lehrer setzte sich stets für bessere sportliche Rahmenbedingungen ein. Unter anderem engagierte er sich seit 1977 für eine wettkampfgerechte Sporthalle in Sandkrug. Zudem half er dabei, die Handballabteilung der TSG Hatten-Sandkrug aufzubauen, organisierte Turniere und setzte sich für die Förderung der Ausbildung von Übungsleitern und Schiedsrichtern ein.

Für die TSG ist er bis heute als Handball-Obmann, Schiedsrichterwart und Trainer aktiv.

Ein Einzelkämpfer ist Jan Wunram und fühlt sich daher beim Schwimmen pudelwohl. Schon die Hälfte seiner 16 Jahre springt er für den Wardenburger SC ins Wasser. Dabei konnte er sich insbesondere bei den Disziplinen Schmetterling und Freistil hervor tun. „Mir macht der Sport einfach Spaß. Wobei mir die kurzen Strecken besonders liegen“, erklärt Jan seinen Erfolg. 2007 war sein bisher erfolgreichstes Jahr. Bei den Landesmeisterschaften erschwamm er sich über 100 m Freistil in 0:57,88 min den Titel. Über 100 m Schmetterling (1:05,02 min) und 50 m Freistil (0:26,51 min) schaffte er zweite Plätze. Bei den Norddeutschen Meisterschaften in Hannover reichte es immerhin für Platz zehn über 100 m Freistil. Sein nächstes Ziel ist die Qualifikation für die DM 2008.

Abstimmen im Internet: www.nwzonline.de/sportlerwahl-landkreis

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