SANDKRUG Die Starternummer abgeholt, den Körper gedehnt und aufgewärmt, ein prüfender Blick, ob das Schuhwerk auch den Bodenverhältnissen angemessen ist: Für die rund 950 Läufer der 16. Sandkruger Schleife hatte der Tagesbeginn nur wenig mit der gewöhnlichen Stille eines Sonntagmorgens zu tun – erst recht nicht mehr, nachdem der erste Startschuss des Tages gefallen war.

Wie jedes Jahr war der 13-Kilometer-Lauf das sportliche Highlight der Schleife – jedenfalls fast. Tatsächlich mussten die 667 Teilnehmer (512 Männer, 155 Frauen) diesmal nämlich nur zwölf Kilometer zurücklegen. Grund war extremes Glatteis, dass die Waldwege für Läufer nahezu unpassierbar machte. Das Organisationsteam entschied sich deshalb bereits am Sonnabend, sämtliche Läufe auf Asphalt zu verlegen. „In der Kürze der Zeit haben wir eine super Alternative gefunden. Wir haben ausschließlich positives Feedback erhalten“, zeigte sich Mitorganisator Jürgen Lakeberg über den Verlauf der diesjährigen Sandkruger Schleife dennoch sehr zufrieden.

Déjá vu an der Spitze

„Es war eine schöne Strecke, ab und zu zwar ganz leicht rutschig, aber trotzdem gut zu laufen“, meinte Teilnehmer Christian Eichinger (Jg. 89) von der SG akquinet Lemwerder über die Zwölf-Kilometer-Distanz. Nicht nur aufgrund der Witterung freute er sich über die spontane Streckenänderung. „Ich laufe lieber auf Straßen als im Wald, weil auf ihnen jeder Tritt gleich ist. Im Wald muss man immer aufpassen, dass man nicht umknickt“, sagte Eichinger, der den Lauf als Fünfter unter den Männern beendete.

Zu einem Déjá Vu kam es an der Spitze. Wie schon im Vorjahr legte Tammo König (Jg. 77, 1. TCO Die Bären) die Distanz als Schnellster zurück. 41:16 Minuten benötigte er für die zwölf Kilometer. Lars Lüers-Bathke (Jg. 70, Oldenburger Sonntagsläufer) landete mit 41:55 Minuten auf Rang zwei. Martin Gyöngyösi (Jg. 88, Vareler TB Triathlon) überquerte nach 42:09 Minuten als Dritter die Ziellinie.

Keine Chance ließ Fakja Hofmann (Jg. 80, LG TelFinanz Regensburg) dem weiblichen Teilnehmerfeld. Nach 44:45 Minuten beendete sie erfolgreich ihren Lauf. Es dauerte fast vier Minuten, bis erneut eine Frau ins Ziel lief – es war Inga Jürrens (Jg. 82, Emder LG) mit einer Zeit von 48:32 Minuten. Dritte wurde Dr. Heike Piotrowski (Jg. 82, LG Wilhelmshaven) nach 50:06 Minuten. Den größten Erfolg im Landkreis erzielte Jens Nowak (Jg. 71, Wardenburg). 42:46 Minuten dauerte es, bis er einen sechsten Platz bejubeln durfte. Schnellste Frau des Landkreises wurde Ute Ellinghusen (Jg. 72, Lauftreff Ganderkesee), für die es nach 54:47 Minuten zu Platz 13 reichte.

Jugend läuft davon

238 Sportwillige – darunter 142 Männer und 96 Frauen – stellten sich der Fünf-Kilometer-Distanz. Als Erster überquerte Sascha Dessi (Jg 73, Heidmühler FC) nach 17:18 Minuten die Ziellinie, dicht gefolgt von Schüler David Valentin (Jg. 97) aus Sprockhövel, der nur 15 Sekunden mehr benötigte. Dritter wurde Alexander Korzuschnik (Jg. 93) aus Varel mit 17:48 Minuten.

Die Nase vorn hatte der Nachwuchs auch unter den Teilnehmerinnen, die gegenüber den Männern drei Minuten später ihre Siegerin gefunden hatten. Mit einer Zeit von 20:48 Minuten rannte Neele Harms (Jg. 96, TuS Ofen) der Konkurrenz deutlich davon. Grund zum Jubeln hatte auch Swantje Harms (Jg. 93, TuS Ofen), die nach 23:05 Minuten als zweite Frau ins Ziel kam. Dritte wurde Jeanette Horn (Jg. 70, LG Wilhelmshaven) mit 23:40 Minuten.

Déjá vu an der Spitze

Auf eine Teilnahme an der Sandkruger Schleife wollte auch ein bereits 80-jähriger Senior nicht verzichten: Aloys Deeken aus Emstek ging beim Fünf-Kilometer-Lauf mit an den Start und ließ dabei 23 jüngere Männer hinter sich. Die älteste Teilnehmerin Irmelin Schachtschneider war beim Walking/Nordic Walking mit von der Partie. „Es war ein bisschen glatt, aber es hat Spaß gemacht. Nächstes Jahr möchte ich wieder dabei sein“, befand die 75-Jährige. Auf eine Wertung wurde für alle Teilnehmer des Walking/Nordic Walking- und Kinderlaufes verzichtet.    

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