Wildeshausen Marcel Bragula, Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen, hatte vor diesem Wochenende von einer bevorstehenden Reifeprüfung für seine Mannschaft gesprochen. Wenn das Heimspiel gegen den Heidmühler FC nun als eine solche betrachtet werden sollte, dann hat der VfL diese Prüfung mit Bravour bestanden: Die Wildeshauser feierten im Spitzenspiel am Sonntagnachmittag gegen den bisherigen Tabellenzweiten einen überzeugenden und auch in der Höhe absolut verdienten 4:0 (1:0)-Erfolg und verteidigten mit nunmehr 19 Punkten die Tabellenführung vor den punktgleichen Delmenhorster Clubs SV Atlas und SV Tur Abdin (beide 17).

„So schön kann Fußball sein“, schwärmte Bragula unmittelbar nach dem Abpfiff, als sich seine Mannschaft um ihn versammelt hatte. Diese Erkenntnis traf den Nagel sprichwörtlich auf den Kopf, denn den Auftritt der Krandel-Kicker hätte man kaum besser beschreiben können. Trotz einiger Ausfälle zeigten die Wildeshauser wohl eine ihrer besten Saisonleistungen. Dabei war es auch nicht weiter von Bedeutung, dass der Gegner aus dem Friesland einen ausgesprochen schlechten Tag erwischt hatte. „Bei uns fehlte es heute an allem“, meinte HFC-Trainer Lars Klümper nach der Partie.

Von Beginn an übernahmen die Wildeshauser die Kontrolle und hätten schon nach wenigen Sekunden in Führung gehen können. Sascha Görke tauchte nach feinem Pass von Storven Bockhorn frei vor dem gegnerischen Tor auf, scheiterte aber an Torhüter Malte Wurps. Besser machte es Jan Lehmkuhl, der in der zwölften Spielminute mit einem platzierten Flachschuss vom Strafraumrand das 1:0 erzielte. Danach verpassten es Maximilian Seidel (21./43.) und Görke (31.), die Führung weiter auszubauen. „Wir hätten zur Halbzeit höher führen können, das hätte frühzeitig die Spannung aus dem Spiel genommen“, sah Bragula in der Chancenverwertung seiner Truppe das einzige kleine Manko.

Wirklich spannend wurde es trotzdem nicht. Bis zur 55. Minute gab es für die Gäste nicht eine richtige Torchance zu verzeichnen. Als dann aber der VfL kurzzeitig etwas nachlässig wirkte, kam Heidmühles Dardan Jashari unbedrängt zum Schuss. Wildeshausens Ersatztorhüter Florian Rohe, bis dahin kaum geprüft, war auf dem Posten und klärte zur Ecke. Nach einer Stunde beendete VfL-Verteidiger Lennart Flege, der in der zusammengewürfelten Viererkette mit Tim Albus, Alexander Kupka und Kai Meyer eine tadellose Leistung ablieferte, das Aufbäumen der Gäste und hämmerte einen Freistoß aus 20 Metern direkt in die Maschen. Die letzten Zweifel beseitigte „Joker“ Rene Tramitzke, der neun Minuten nach seiner Einwechslung und uneigennütziger Vorlage von Jan Lehmkuhl das 3:0 erzielte (79.). Der Schlusspunkt zum 4:0 dürfte dann auch den letzten der 300 Zuschauer ins Schwärmen versetzt haben, als Görke die Kugel aus 30 Metern in den Winkel knallte.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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