Delmenhorst Das war so nicht zu erwarten gewesen: Nach einer ganz starken Leistung kamen die Oberliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug am Sonnabend zu einem 39:27 (20:13)-Kantersieg beim Aufsteiger HSG Delmenhorst.

Das Team von TSG-Trainer Grzegorz Goscinski ging gut eingestellt und hoch motiviert in diese Partie. Die Gastgeber hingegen zeigten ihr schwächstes Spiel bislang, agierten insbesondere in der Deckung hilflos. Den starken Rückraum der Gäste um Robert Langner, Torben Kruse und Simon Carstens bekam die Defensive der HSG kaum einmal richtig in den Griff. Auch im Angriff hatten die Delmenhorster große Probleme gegen die aufmerksame und kompromisslose TSG-Deckung. Es gab insgesamt fast 40 Ballverluste im Spielaufbau und auch im Abschluss, so dass die Gäste über Konter immer wieder zu einfachen Toren kamen.

Dabei kam es der Goscinski-Sieben aber auch entgegen, dass die Hausherren ihre Angriffe häufig viel zu schnell abschlossen. Selbst Spielertrainer Andre Haake, der sich später noch einwechselte, konnte dem HSG-Spiel keine Impulse verleihen.

So blieb es in diesem Duell nur in den ersten sechs Minuten bis zum 3:4 spannend, denn danach drehte die TSG auf und setzte sich nach glänzend herausgespielten Treffern und einem Siebenmetertor von Mirko Menkens bis Mitte der ersten Hälfte schon auf 10:4 ab. Dann vergab die TSG sogar noch einige klare Chancen, doch konnten die Hausherren dieses nur zu zwei weiteren Treffern zum 6:10 nutzen. In den letzten fünf Minuten vor der Pause schienen die Haake-Schützlinge dann aber völlig von der Rolle zu sein, ließen im Angriff beste Chancen liegen und waren auch im Rückzugsverhalten viel zu langsam. Diese Chancen ließ sich die TSG nicht entgehen und setzte sich mit fünf Toren in Folge auf 19:10 ab.

Nach dem Seitenwechsel versuchte die HSG durch eine kurze Deckung von Michael Uken gegen Kruse den Spielfluss des Gäste-Angriffs zu stören, doch brachte das keinen Erfolg. Zwar wurde der Rückraumspieler nun abgeschirmt, doch dafür setzten Langner und Kreisläufer Jürgen Erdmann die Akzente.

Als Tobias Schenk per Konter trotzdem noch einmal auf 18:23 (39.) verkürzen konnte, schien ein Ruck durch das Delmenhorster Team zu gehen. Doch es war nur ein kurzes Strohfeuer, denn mit drei weiteren Treffern von Langner sowie je einem von Kruse und Carstens setzte sich die TSG bis Mitte der zweiten Hälfte entscheidend auf 28:20 ab.

Dabei nutzte das Goscinski-Team jede Möglichkeit zum Torerfolg, und die HSG-Deckung fand auch weiterhin kein Mittel, diesen Angriffswirbel zu bremsen. Fast nach Belieben wurden weitere Treffer erzielt, wobei drei schön herausgespielte Treffer von Erdmann bis zum 22:35 herausragten.

HSG-Coach Andre Haake war hinterher enttäuscht: „Die Offensiv-Achse Langner-Kruse-Erdmann spielt schon seit Jahren auf einem hohen Niveau. Sie haben uns unsere Grenzen recht brutal aufgezeigt. Zudem haben wir im Angriff viel zu viele Ballverluste gehabt, das kann man sich gegen so einen Gegner nicht leisten. Doch aus solchen Niederlagen werden wir lernen.“

Sehr zufrieden war sein Kollege der TSG, Grzegorz Goscinski: „Nach den Vorbereitungsspielen hätte ich nicht gedacht, dass es so einfach würde, hier beide Punkte mitzunehmen. Meine Mannschaft hat in allen Teilen eine starke Leistung gezeigt. Ich hoffe, dass wir diesen Schwung in die nächsten Spiele mitnehmen können.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.