BOOKHOLZBERG 100 begeisterte Zuschauer erhoben sich bereits Minuten vor dem Ende vor den Bänken der Halle am Ammerweg. Die gastgebenden Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg waren auf dem Weg den Meisterschaftsanwärter TSV Daverden zu besiegen. Nach dem Schlusspfiff feierten Spieler und Fans einen unerwarteten 25:19-Erfolg.

In einer emotionsgeladenen Partie, die vieles bot, was Handball interessant macht, hatten die Hausherren vor allem in der Schlussphase die bessere Einstellung und siegten auch in dieser Höhe verdient. Einziges Manko war, dass einige hochkarätige Chancen ausgelassen wurden und nicht mit letzten Konsequenz nachgesetzt wurde. Doch darüber sah HSG-Trainer Frank Mehrings nach der Partie hinweg, denn seine Mannschaft spielte fast wie aus einem Guss. Die bärenstarke Deckung war das Paradestück. Selbst die rote Karte für Tobias Sprenger in der 16. Minute nach einem groben Foul wurde von der Mannschaft aufgefangen. Nur kurz war Verunsicherung zu spüren, doch das Team hatte sich schnell wieder im Griff. Die Torwarte Fabian Ludwig im ersten Abschnitt sowie vor allem Sascha Dellwo in den zweiten 30 Minuten waren in entscheidenden Momenten immer mit der Hand am Ball. Die gefürchteten Daverdener Konter wurden durch die schnelle Rückwärtsbewegung der HSG nach vergebenen Chancen bereits im Keim

erstickt, so dass sich der Gast seine Tore sehr hart erarbeiten musste. Bei den Gastgebern lief es vor allem in der zweiten Halbzeit wie am Schnürchen. Die in der Abwehr erkämpften Bälle wurden wiederholt in schnelle Gegenstöße umgesetzt, die mit sehenswerten Treffern abgeschlossen wurden.

Mehrings überraschte den Konkurrenten mit einer neuen Deckungvariante. Die HSG begann in einer offensiven 5:1-Abwehr mit Stefan Buss als Vorgezogenem. Dadurch machte die HSG die Räume für Daverdens Spielaufbau sehr eng.

Auf beiden Seiten wurde in den ersten Minuten sehr nervös agiert. Es gab hüben wie drüben etliche technische Fehler. Nach einer schnellen 3:1-Führung schienen sich die Gäste sicher zu sein, dass sie die Partie im Griff hätten. Doch die Hausherren steigerten sich und drehten den Spieß bis Mitte der ersten Halbzeit nach einem Treffer von der rechten Außenbahn durch Hendrik Kossen um (7:4). Nach der Disqualifikation von Sprenger wurden die Angriffe aber zu überhastet abgeschlossen. Mit vier Toren in Folge übernahm Daverden noch einmal das Kommando, doch als kurz vor der Pause Daverdens Andre Carstens nach einem groben Foul von den sicher leitenden Unparteiischen Peuckert/Reiners ebenfalls den roten Karton zu sehen bekam, kippte das Spiel erneut, und die Mehrings-Sieben kam noch zum Ausgleich (11:11).

Die zweite Halbzeit stand ganz im Zeichen der Hausherren, denn mit Dellwo als Rückhalt wurde das HSG-Spiel noch schneller. Das Team kam immer wieder durch Konter zu leichten Toren. Als Kevin Wehnert zehn Minuten vor dem Ende das 19:15 erzielte, schien eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein, zumal sich Gäste-Spieler Olaf Skornicka zu einem überflüssigen groben Foul an Werner Dörgeloh hinreißen ließ und dafür rot sah. Noch einmal kämpfte sich Daverden heran, verkürzte auf 19:21. Die Einheimischen hatten in den Schlussminuten aber immer die bessere Antwort auf die Bemühungen des TSV parat und kamen zu einem deutlichen Erfolg. „Es hat allen richtig Spaß gemacht, denn auch die Fans standen wieder geschlossen hinter uns, und das gab noch einen zusätzlichen Kick. Ich habe ein wenig Glück gehabt mit meinen Einwechslungen, denn jeder hat sich sofort nahtlos in das Team eingefügt, es gab keinen Ausfall. Diese Punkte kann uns keiner mehr nehmen“, sagte der hochzufriedene Mehrings.

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