Auf acht Tage Skiurlaub hatte sich Ganderkesees 1. Gemeinderat Rainer Lange (Bild) gefreut – doch nach zwei Tagen war der Spaß vorbei: Nach einem Unfall auf der Piste verbrachte der SPD-Bürgermeisterkandidat den Rest der Freizeit überwiegend im Bett. Einerseits verletzt und frustriert, andererseits erleichtert, denn: „Das hätte viel schlimmer kommen können“, gestand Lange. Mit einem guten Dutzend weiterer Privatpersonen hatte er sich, wie seit mehreren Jahren schon, der Skifreizeit der Hauptschule Ganderkesee angeschlossen, die nach Königsleiten im österreichischen Zillertal führte. Am zweiten Tag des Aufenthalts war die Gruppe schon morgens in aller Frühe auf dem Berg – leider auch eine holländische Snowboardfahrerin, die die Piste queren wollte, ohne auf die „Vorfahrt“ der von oben herannahenden Gruppe aus Ganderkesee zu achten. „Sie fuhr mir vorne über die Skier“, berichtete Lange, „wenn sie mich

an den Füßen erwischt hätte, wäre wohl nicht viel heil geblieben“. Auch so war’s schlimm genug: Der 47-Jährige musste an der Zunge genäht werden, erlitt eine Prellung im Oberschenkel und wird wohl auch noch zwei Backenzähne verlieren. Immerhin: Beim 4. Ganderkeseer Büttenabend am Sonnabend konnte Rainer Lange schon wieder herzhaft lachen – obwohl die Fäden aus der Zunge erst gestern gezogen wurden.

F

Der Unfall des SPD-Politikers war der einzige unerfreuliche Zwischenfall der Skifreizeit, die von der Hauptschule schon seit 1980 angeboten wird. Die Mitfahrt von Privatpersonen füllt den Bus und senkt die Reisekosten für die Schüler. Mit von der Partie war auf diese Weise auch Gabro Aras, Inhaber der Pizzeria „Capri“, der früher schon als Schüler mitgefahren ist. Teilnehmer der ersten Stunde ist Werner Touissaint: Er hatte schon die Premiere 1980 organisiert und übernahm auch jetzt, inzwischen pensioniert, wieder Betreuungsaufgaben. Außerdem waren die Lehrer Manfred Becker, Kerstin van Dyken, Janna Wilkens und (obwohl ebenfalls schon im Ruhestand) Auke Raadersma dabei. Um weitere Skifreizeiten zu vertretbaren Konditionen anbieten zu können, werde die Hauptschule aber „um ein Sponsoring nicht herumkommen“, kündigte Mit-Organisatorin Janna Wilkens an. Erwünscht seien Sachspenden wie gebrauchte Skikleidung und -ausrüstung für Kinder und Jugendliche, besonders aber Schutzhelme für die Kinder. Wer die Skifreizeiten der Hauptschule auf diese Weise unterstützen möchte, ist im Schulsekretariat ( 04222/2659) an der richtigen Adresse.

F

Unterstützung gebrauchen kann auch der 1. FC Köln: Nach der 0:2-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach am vergangenen Sonnabend trägt der Traditionsklub die „rote Laterne“ in der Fußball-Bundesliga – und das verhagelte Stunden später beim letzten Büttenabend Moderator Gerrit Meyer ein bisschen die Laune. Auf der Bühne war ihm nichts anzumerken, da spielte er professionell seinen Part als herrischer Ehemann. Hinter der Bühne allerdings wirkte der passionierte Köln-Fan ein bisschen geknickt ob der sportlichen Talfahrt seines Lieblingsklubs. Dabei hatte er am Abend zuvor prophezeit: „Diesmal gibt es drei Punkte, ich spür’ das“. Von wegen . . . Allemal wichtiger war, dass Meyer an diesem Wochenende – und auch bei den ersten beiden Büttenabenden – das richtige Gespür für den Humor des Publikums hatte: Zusammen mit Doris Ostermann

führte er souverän und launig durch das vierstündige Programm.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.