Frage: Wie meistern Familien, in denen ein oder mehrere Angehörige an Diabetes erkrankt sind, rund um die Festtage einen bewussten Umgang mit der Ernährung?

Franzki: Feiern, Festessen oder der Besuch des Weihnachtsmarktes bieten zahlreiche kulinarische Verlockungen. Gerade in der Weihnachtszeit sollte der Blutzucker darum penibel und engmaschig kontrolliert werden. Die richtige Ernährung ist aber immer ein sehr wichtiger Bestandteil der Therapie. Gewichtskontrolle und ein regelmäßiger Check der Blutzuckerwerte gehören nicht nur zur Weihnachtszeit dazu.

Frage: Gibt es Unterschiede beim Umgang mit Diabetes Typ 1 und Typ 2?

Franzki: Der Unterschied zwischen Typ-1-Diabetes und Typ 2 liegt in der Insulinabgabe der Bauchspeicheldrüse.

Für Typ-1-Diabetiker ist es besonders wichtig, die Kohlenhydratmenge der weihnachtlichen Leckereien zu kennen. So haben 100 Milliliter Glühwein schon rund 15 Gramm Kohlenhydrate. Das muss entsprechend mit Insulin korrigiert werden. Bei Typ-2-Diabetikern sind außerdem die Kalorien wichtig. Denn ein richtiges Körpergewicht verbessert die Blutzuckerwerte.

Frage: Wie sieht es mit Weihnachtsgebäck oder üppigen Festmahlzeiten aus?

Franzki: Was das Backen angeht, sollten die Lebensmittel auf ihren glykämischen Index hin ausgewählt werden. Dieser Wert gibt an, wie schnell und wie stark ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt. So haben Kartoffelbrei, Klöße oder Pommes frites einen höheren Wert als Pellkartoffeln. Auch der Kalorienwert spielt eine große Rolle. Schon 100 Gramm gebrannte Mandeln haben rund 590 Kilokalorien. Und im Christstollen stecken viel Rosinen und Trockenobst. 100 Gramm davon beinhalten etwa 470 Kilokalorien. Bei Plätzchen kommen sogar schnell mal 1000 Kilokalorien zusammen.

Frage: Für viele Menschen gehört zum Fest auch ein Gläschen Alkohol dazu. Was müssen Diabetiker beachten?

Franzki: „Vorsicht bei Insulinbehandlungen, denn durch den Alkohol kann eine Unterzuckerung entstehen. Glühwein etwa enthält zwischen sieben und 14,5 Volumenprozent Alkohol. Er sollte ebenso wie Eierpunsch nur in Maßen genossen werden. Auch kann der süße Trank sich negativ auf die Blutzuckerhöhe auswirken. Diabetiker sollten Alkoholgenuss durch den Verzehr von kohlenhydratreichen Speisen sinnvoll ausgleichen.

Frage: Erkrankte haben also viel zu beachten. Welche Angebote macht die Diabetes-Selbsthilfegruppe Ganderkesee Betroffenen?

Franzki: Wir bieten das Jahr über Schulungen und Übungen an, auch zur gesunden Ernährung. Selbst Restaurantbesuche werden durchgespielt. Zu erreichen sind wir unter Telefon   04222/809 699, per E-Mail: diabetes_shg_ganderkesee@ewetel.net.

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Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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