Falkenburg Beim Stichwort „Camping“ werden bei mach einem unangenehme Erinnerungen wach – an schlaflose Nächte, frierend im Schlafsack, an nasse Zeltwände am nächsten Morgen. Dass Campen – auch ohne Wohnmobil und Wohnwagen – wesentlich komfortabler aussehen kann, beweisen Rik Geiger und Rieke Meiners, Betreiber des Camping- und Ferienparks am Falkensteinsee, einmal mehr mit einer neuen Übernachtungsmöglichkeit: Pods – oder auch Podhouses.

„Das sind Zelte aus Holz“, erklärt Geiger, der die Pods vor einigen Jahren in England entdeckt und nun nach eigenen Entwürfen hat bauen lassen. Anders als bei den Holzfässern, die Gästen schon länger zur Verfügung stehen und laut Geiger bei Familien hoch im Kurs stehen, müssten Mieter der Pods nicht in die Betten hineinkrabbeln, sondern können sie nutzen wie jedes andere Bett auch.

15 „Holzzelte“ geplant

Das erste Pod steht bereits wenige Meter vom Seeufer entfern. 14 weitere sollen in den nächsten Tagen folgen. Die Holzzelte verfügen über zwei, drei oder vier Schlafplätze, sind beheizbar und auf Wunsch kann ein Kühlschrank zugebucht werden. Die Resonanz ist schon jetzt riesig: Über Pfingsten und an einigen Wochenenden seien die Pods bereits ausgebucht, berichtet Geiger.

Überhaupt verzeichnet das Betreiberehepaar in der dritten Saison seit der Übernahme und schrittweisen Modernisierung des Campingplatzes stetig steigenden Zulauf. Über Ostern hätten sich 600 Gäste auf dem Platz aufgehalten, so Geiger. „Vor allem viele Familien mit jungen Kindern sind dazu gekommen.“ Unteranderem der Abenteuerspielplatz und die Minigolfanlage würden dieses Klientel locken.

Viele Wunden geheilt

„In diesem Jahr sagen wir das erste Mal: Wir haben einen Campingplatz“, so Geiger, „zwar noch mit einigen offenen Wunden, aber die werden in der nächsten Saison endgültig beseitigt sein.“ Nachdem das Ehepaar anfangs zunächst die in die Jahre gekommenen Nurdachhäuser saniert hatte, ging es in der zweiten Saison an die Umgestaltung des Platzes und den Bau eines modernen Sanitärgebäudes (die NWZ  berichtete).

Nun wollen Rik Geiger und Rieke Meiners sogar erweitern. Auf zwei neu erworbenen Flächen stellen sie sich einen Wohnmobilhafen, weitere Wohneinheiten sowie 20 so genannte Hobbit-Häuser vor. Derzeit werde ein Konzept erarbeitet, das der Gemeinde vorgelegt werden soll, so Geiger. Auf der Agenda noch für 2015 steht der Bau eines Veranstaltungsgebäudes mit Aufenthaltsraum und Saal für Gesellschaften.

Gefallen am Kurzurlaub am Falkensteinsee gefunden haben übrigens vor allem Gäste aus dem Umland: „70 Prozent kommen aus der Umgebung“, berichtet Geiger. Die meisten Nutzer kämen aus der Gemeinde Hude, gefolgt von Ganderkeseern und Delmenhorstern.

In die Saison gestartet sind am Wochenende auch die 16 Mitglieder der Interessengemeinschaft Schiffsmodelbau Hunte, die seit vorigem Jahr ihren Heimathafen am Seeufer hat. Das einjährige Bestehen ihres Vereins wollen die Modell-Kapitäne vom 15. bis 17. April feiern.

25 Vereine aus dem gesamten Bundesgebiet sowie den Niederlanden würden erwartet, berichtet Vorsitzender Frank Schulz. Auch die Öffentlichkeit sei eingeladen. Auf dem Campingplatz findet parallel ein Tag der offenen Tür statt.

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Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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