Wildeshausen Um 18.30 Uhr ist klar: Der Getränkevorrat reicht nicht bis zum Ende des Wild-Rock-Festivals. Angelika Stelter und ihr Team hatten 23 Kisten Cola, Fanta, Sprite und 40 Kisten Bier geordert. „Wir hatten zeitweilig bis zu 200 Besucher auf einmal hier auf der Burgwiese“, sagt die Eventveranstalterin und Sängerin der Band Honeytruck. Ihr Auftritt ist zu dem Zeitpunkt schon gelaufen. Sie spricht sich mit ihrer Teamkollegin Jessica Bahrs ab und bestellt per Hand weitere Kisten Bier.

Derweil gibt in der Konzertmuschel die Band „ANA“ aus Bad Bentheim nicht nur musikalisch mit ihrem Grunge, einer Mischung aus Heavy Metal und Punkrock, Vollgas. Gitarrist und Bassist wirbeln tanzend über die Bühne, dass es die wahre Freude ist.

Anlieger informiert

Sechs Bands rocken zwischen 16 und 22 Uhr in der Konzertmuschel. „Wir sind mit einem Akustik-Sound von Black Sheep Burning gestartet, weil anfangs auch Familien mit Kindern hier waren“, sagt Stelter, die mit Honeytruck als dritte Band aufgetreten ist. Später wird der Sound härter. „Wir haben den Anwohnern der Burgwiese Handzettel in den Briefkasten gesteckt mit dem Hinweis auf unser Open Air und einer Telefonnummer drauf, wo sie anrufen können, wenn sie Probleme haben“, erklärt Stelter. Ihr ist die Lust auf die Veranstaltung anzumerken. Neben ihrem eigenen Gig und der Organisation mischt sie sich beim Auftritt der Rockband „Jaded“ auch noch unters tanzende Publikum.

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„Wir sind ohne große Erwartung in die Veranstaltung gegangen“, meint Jessica Bahrs. „Keinen Regen und die Leuten sollen Spaß haben, ob 50 oder 500 Besucher.“ Beides trifft zu. „So etwas sollte öfter hier stattfinden, die Burgwiese ist genau der richtige Ort dafür“; sagt Björn Mühlenhort (41) aus Wildeshausen. „Hier hast du alle Altersgruppen und es sind auch Leute da, die sonst nicht zu den Wild-Rock-Partys ins Kayserhaus kommen würden.“ Sechs Bands und freier Eintritt – das sei eine super Sache.

Auch Rainer Höfken (51), Sänger der Wildeshauser Band Brainstorming, hat sich mit einem Freund unter das Publikum gemischt. „So etwas bietet sich an diesem Ort an. Wir haben die Konzertmuschel. Es müssen nicht immer nur die Sommerkonzerte am Sonntagvormittag sein.“ Die Vielfalt der Musik mache das kulturelle Leben einer Stadt aus. Jede Musik habe ihre Berechtigung. „Ich ziehe den Hut vor den Organisatoren“, sagt Höfken. „Ich habe 1997 hier auf der Burgwiese ein Open Air organisiert und weiß, wie viel Arbeit das ist.“

Wiederholung offen

Angelika Stelter, Jessica Bahrs, Jacqueline Asmussen, Julien Hagelmoser und Bernd Spille vom Organisationsteam nutzen die Lücke, die durch die Absage des für das Wochenende geplante Festival „An ’ner Hunte“ entstanden ist. „Wir wollten immer schon mal ein Open Air machen“, sagt Stelter. „Und es ist super hier.“ Ob es eine Wiederholung geben wird, darauf will sie sich jetzt noch nicht festlegen. „Für Wildeshausen ist diese Veranstaltung wichtig, so etwas hat bislang gefehlt.“

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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