Wildeshausen Hans Spille war Zeit seines Lebens ein geselliger Mensch. Noch vor knapp zwei Jahren anlässlich seines 100. Geburtstages setzte er sich ans Klavier und ließ die Finger federleicht über die Tasten gleiten. Das Interesse am Leben und die aktive Teilnahme daran spielten für ihn stets eine entscheidende Rolle. In Wildeshausen war er ein geschätzter Gesprächspartner und Vereinsmensch. Zu seinem 100. Geburtstag bereitete ihm die Schützengilde, dessen ältestes Mitglied er war, einen großen Empfang samt Fackelumzug. Dankbar war er, mit einer großen Familie auf einem Grundstück zusammenleben zu können. Hans Spille starb am Donnerstag 101-jährig.

Geboren wurde er am 26. November 1914 in Wildeshausen. Er besuchte Volks- und Bürgerschule und später die höhere Handelsschule und ging im elterlichen Bauunternehmen in die Lehre. Schon als Junge spielte er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Willy, der 2010 starb, Fußball beim VfL Wittekind. Auch als Erwachsener jagte er dem Ball nach. Als Zuschauer verpasste er im Fernsehen kaum eine Bundesligapartie, auch wenn er die Spiele zuletzt nur noch im Radio hören konnte. Besondern fieberte er mit seinen Münchener Bayern mit.

Der junge Hans Spille war auch Soldat im Zweiten Weltkrieg. Wieder zu Hause, setzte er seine Ausbildung samt Studium fort und übernahm zusammen mit seinem Bruder die elterliche Baufirma.

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1960 gründete Spille das Blasorchester Wittekind mit. Er gehörte zu den Mitbegründern des Tennisclubs Altona und des CDU-Kreisverbandes. Er saß im Stadtrat und Kreistag. Dem Männergesangsverein Euphonia und der Kolpingsfamilie war er mehr als 80 Jahre lang treu.

Gleiches gilt für die Gilde, in die Hans Spille 1932 als 18-Jähriger eintrat. Er wurde im Juni 1952 zum Schaffer gewählt, er hat Ausschüsse der Gilde geführt, war lange Adjutant des Oberst und leitete selbst von 1994 bis 1998 die Geschicke der Wildeshauser Schützengilde. „Hans Spille hat mit seinem Wirken nicht nur Wildeshausen kulturell, wirtschaftlich und sozial positiv verändert“, erklärte der damalige Oberst Ernst Frost anlässlich des Empfangs zum 100. Geburtstag von Hans Spille im November 2014.


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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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