Wildeshausen Zum Abschied gab’s Rosen mit einem besonderen Dankeschön. Mit Sätzen wie „Danke für die Zeit des Lächelns“ oder „Danke für die Zeit des Lehrens“ drückten die Wildeshauser Gästeführerinnen und -führer ihre besondere Wertschätzung für Peter Hahn aus. Der 81-jährige Wildeshauser, der 1976 zum ersten Mal Touristen die Schönheit der Stadt gezeigt hat, wurde am Dienstag aus dem Kreis der Gästeführer verabschiedet.

Bei Fragen zur Stadtgeschichte oder zur Natur hieß es stets „Geh’ zu Peter, der weiß das“, verriet Gerold Ratz, Vorsitzender des Verkehrsvereins. Seit 1985 werden regelmäßig Stadtführungen durchgeführt. Auf Antrag Hahns wurde zwei Jahre später der Verkehrsverein gegründet. Hahn leitete Gästeführerausbildungen, verfasste mehrere Bücher zur Heimatgeschichte, hielt Vorträge und legte bereits 1983 das inzwischen rund 100 Kilometer lange Wildeshauser Wanderwegenetz an. Schwerpunkt während seiner 43-jährigen Tätigkeit als Gästeführer waren die Grabkultur und die Stadtgeschichte, aber auch die Alexanderkirche und ihre Bedeutung für die Region.

Schon vor seiner „Karriere“ als Gästeführer war der frühere Berufssoldat im Schwimmverein tätig, organisierte ein Programm für die Senioren der Stadt und besuchte Kranke im Johanneum. Dafür wurde er 1978 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Als der gebürtige Hamburger 1961 nach Wildeshausen kam, entdeckte er nicht nur die Liebe zu seiner späteren Frau Erika, sondern auch die Liebe zur Wittekindstadt, so Ratz.

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Nicht nur Rosen und eine Artikelsammlung gab’s zum Abschied, sondern auch Patenschaften für zwei Pfeifen der neuen Orgel in der Alexanderkirche, was den Kenner der alten Basilika besonders freute. Ganz die Finger lassen von seiner Passion will Hahn aber nicht: Fürs kommende Jahr plant er noch Vorträge sowie eine Wanderung. „Ich schlittere langsam raus“, sagte er. „Und wenn Fragen sind, helfe ich natürlich gerne!“

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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