Wildeshausen Gut besucht war am Freitagabend die Jahreshauptversammlung des Spielmannszugs (SZ) und damit auch der Beat & Brassband Wildeshausen (BBW) in der Gaststätte „Peter Sander“ in Kleinenkneten. Es war ein Abend von Auszeichnungen der Spielleute und Wahlen zum Vorstand, aber auch von einer mitunter streitbaren Vereinskultur. Das zeigte sich bei den Wahlen.

Während Vorsitzender Jens Kuraschinski im neunten Jahr dieses Amtes erneut für drei Jahre das Votum der 65 stimmberechtigten Mitglieder erhielt, kam Philip Wisbar als Nachfolger der Zweiten Vorsitzenden Julia Rosemeier in den Vorstand. Gewählt wurden ferner Geschäftsführer Christian Niester (in Abwesenheit) sowie der Zweite Geschäftsführer Peter Petersen und der Dritte Patrick Busch. Für Schriftführerin Andrea Niester erhielt Paula Samuel das Vertrauen.

Bei der Wiederwahl des Technischen Leiters und zugleich Tambourmajors Jens Hoffmann stand mit Yannic Havekost ein Gegenkandidat zur Wahl. Beide stellten sich und ihre Standpunkte vor. Am Ende erhielt Hoffmann erneut das Vertrauen für weitere drei Jahre.

Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang die weitere Aufstellung der Nachwuchsarbeit, die Kuraschinski in seinem Jahresbericht sowohl für den Spielmannszug als auch die Beat & Brassband als gut bezeichnete. „Ihr wisst alle, der Nachwuchs ist unsere Zukunft. Wir dürfen uns nicht ausruhen und müssen aktiv bleiben, um nicht dem demografischen Wandel zu erliegen, wie es derzeit bei vielen Spielmannszügen der Fall ist.“

Zuvor hatte Vorsitzender Kuraschinski Andreas Jüchter und Nadja Eils für ihre 500 Spiele im Spielmannszug ausgezeichnet. Diese Ehrungen sollten schon beim Winterfest im November des vergangenen Jahres vorgenommen werden und wurden jetzt nachgeholt. Außerdem dankte er den Kameraden, die regelmäßig Übungsstunden besuchen würden. Hier nannte er Jens Hoffmann (25), Rolf Desens (24), Hans-Hermann Kramer (23) sowie Martin Horst, Dirk Becker und Oliver Kuraschinski (jeweils 22).

Der Vorsitzende sprach auch die Kostensituation an. „Unser Vereinsheim in den Räumen unterhalb der VHS könnten wir uns nicht leisten, wenn wir es nicht mietfrei nutzen könnten.“ Der Dank galt der Stadt und der Nieberdingstiftung. Insofern sind Auftritte geradezu überlebenswichtig. Insgesamt gab es für den SZ 46 (50 in 2018) und für die BBW 24 (30 in 2018). Stand zum Ende 2019 hat der Verein 243 Mitglieder – sechs weniger gegenüber 2018.

Der Spielmannszug wird in diesem Jahr 70 Jahre und die Beat & Brassband (früher Fanfarenzug) 50 Jahre alt. Die Musikerinnen und Musiker sprachen sich dafür aus, in fünf Jahren das Jubiläum „75 Jahre SZ“ begehen zu wollen. Eine Entscheidung, die auch mit den Feierlichkeiten zu „750 Jahre Stadtrechte in Wildeshausen“ begründet wurde.

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