Wildeshausen Nach dem Tod des renommierten Künstlers, Diakons und Lehrers Hartmut Berlinicke vor knapp zwei Jahren stand das Galerie-Projekt in Wildeshausen auf der Kippe. Aber nur kurz. Mit viel Engagement, großer Empathie und Unterstützung aus dem Familien- und Freundeskreis haben Maria Berlinicke und Tochter Bettina-Maria neuen Schwung in die „Galerie Wildeshausen“ gebracht. Davon zeugten nicht nur die Ausstellungen in den vergangenen 20 Monaten, sondern auch Aktionen wie Spieleabende, Lesungen und Schnäppchenmarkt. Auch „Römers Papiertheater“ ist weiterhin in den Räumen an der Harpstedter Straße in Wildeshausen zu Gast.

Schienerer-Krone beliebt

Ein riesiger Erfolg war die im November eröffnete Ausstellung der Wildeshauserin Bärbel Schienerer-Krone, die Werke in Mixed-Media-Technik präsentierte, und der Düsseldorfer Schmuckdesignerin Kristina Wirsching, die mit filigranen Arbeiten aus Silber und Naturprodukten weitere optische Reize bot. Die Schau sorgte für große Aufmerksamkeit, berichtete Galeristin Berlinicke. Sie habe viele neue Gesichter gesehen. Noch am letzten Ausstellungstag, dem beliebten Galerie-Kaffee am Sonntag, gaben sich etliche Besucherinnen und Besucher die Klinke in die Hand. Keine Frage: Die Werke von Schienerer-Krone, oft Collagen aus Papier und Stoff, mit viel Liebe zum Detail gefertigt, sorgten für Gesprächsstoff. Davon zeugen auch die roten Punkte an den Bildern; sie stehen für „verkauft“.

Voller Schwung geht die Galerie Wildeshausen ins 51. Jahr ihres Bestehens. Vier Künstlerinnen und Künstler werden in diesem Jahr ausstellen. „Wir haben schon Zusagen bis ins Jahr 2022 vorliegen“, freut sich Galeristin Berlinicke. Die erste Vernissage des neuen Jahres steht am Freitag, 14. Februar, um 20 Uhr an. Unter dem Titel „Paradiesisch“ wird Gisela Mott-Dreizler Farbholzschnitte präsentieren. Gerade zu Beginn des Jahres möchte die Galerie die Kunstinteressenten mit einer lebensfrohen Ausstellung verführen, so Berlinicke, mit Vögeln, Fischen und Pflanzen – sogar mit Adam und Eva. „Eben das ganze Paradies“, so die Galeristin. Mott-Dreizler bringt zur Vernissage ihren Ehemann, den freischaffenden Drucker und Verleger Reinhard Scheuble aus Witzwort (Nordfriesland), mit. Das Paar war zuletzt vor fünf Jahren in der Galerie zu Gast.

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Spende für die Orgel

Im zweiten Quartal präsentiert die Wahl-Oldenburgerin Astrid Hübbe-Mosler ihre Malerei. Keine Unbekannte ist auch die Irin Penny Jane, die unter dem Titel „Paperboxes, Printmaking & Construction“ 3D-Objekte zeigen wird. Sie war mit ihrem typisch britischen Statement zu den frühen konstruktivistischen Papierplastiken bereits vor acht Jahren in Wildeshausen.

Im November wird der Niederländer Siemen Dijkstra mit farbprächtigen Siebdrucken und Radiertechniken das Ausstellungsjahr beenden. Noch unklar ist, ob der Künstler mit Ehefrau Elysia Verhoeven anreisen wird. Beide betreiben in Drente ein Studio.

Ob es in diesem Jahr erneut einen Verkauf von „Schubladenschätzen“ geben wird, lässt Berlinicke offen. Der Schnäppchenmarkt im Vorjahr war überaus erfolgreich: 1300 Euro kamen zugunsten der neuen Orgel in der Alexanderkirche zusammen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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