Kultur
Bild: Michael Maria Meyer
Trafen sich im Lili-Servicekino in Wildeshausen: Geocacher aus der Region zum Filmschauen.Bild: Michael Maria Meyer
Wildeshausen

Hobby
Schatzsucher mussten diesmal nur das Kino finden

Wildeshausen Eine Premiere der besonderen Art hatte das Wildeshauser Kino kürzlich zu bieten. Zum ersten Mal wurde dort ein „GIFF-Event“ abgehalten. Die englische Abkürzung „GIFF“ steht für „Geocaching International Film Festival“. Normalerweise suchen Geocacher ihre „Schätze“ draußen in der freien Natur. Diesmal musste lediglich ein Kino gefunden werden.

Seit 2013 ruft die Zentrale der Geocacher in Seattle (USA) ihre weltweiten Mitglieder regelmäßig im Frühjahr dazu auf, interessante, emotionale und witzige Kurzfilme einzureichen. Die besten 16 Filme werden von einer Jury prämiert und zu einem einstündigen Werk zusammengeschnitten.

An etwa 600 Standorten weltweit gibt es Veranstaltungen, die das Ergebnis zeigen dürfen. Das fünfköpfige Veranstalter-Team war im Frühherbst froh gestimmt, als es Heinz Rigbers vom Lili-Service-Kino für eine Vorstellung gewinnen konnte.

„Ein GIFF in einem echten Kino ist natürlich etwas Besonders“, meint der Wildeshauser Geocacher „Junsel“. „Mit 75 Teilnehmern aus Oldenburg, Bremen, Delmenhorst, Hude und Wildeshausen hätten wir niemals gerechnet. Die gute Resonanz liegt wohl darin begründet, dass wir ein echtes Kino zur Verfügung gestellt bekamen.“

Und in der Tat – selbst Berlin, München und New York hatten weit weniger Teilnehmer bei ihren jeweiligen Uraufführungen als das „GIFF-Event“ in Wildeshausen.

Aufgrund des Erfolges steht 2020 einer Wiederholung nichts im Weg. Und das Veranstalter-Team möchte noch weiter gehen: „Wenn wir es schaffen, bis zum Sommer eine zündende, cineastische Idee umzusetzen, würden wir gern einen eigenen, norddeutschen Beitrag einreichen. Die technischen Voraussetzungen wären gegeben – noch fehlt es uns an kreativer Inspiration. Wir sind positiv gestimmt, dass es uns gelingt.“  Geocaching ist die moderne Form einer Schatzsuche bzw. Schnitzeljagd. Ausgestattet mit einem GPS-Empfänger und den Koordinaten eines Geocaches, kann man den „Schatz“ finden, den jemand anderes an einem ungewöhnlichen oder sehenswürdigen Platz versteckt hat.

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