Wildeshausen Einige Menschen werden das Bild, das Majken Hjortskov und Jannes Logemann am Freitag im Wildeshauser Stadthaus aufgehängt haben, vermutlich schon einmal gesehen haben – zumindest als Deckblatt der aktuellen Broschüre zu „Gelebte Erinnerung“. Ab Dienstag gibt es das Original offiziell zu sehen: Dann wird die Ausstellung „Annäherungen – christlich-jüdischer Dialog in Bildern“ mit Werken des im Jahr 2018 verstorbenen Wildeshauser Künstlers Hartmut Berlinicke eröffnet (siehe Infobox).

„40 bis 50 Bilder“

Sie ist Teil der Veranstaltungsreihe „Gelebte Erinnerung“, die jedes Jahr vom Arbeitskreis für Demokratie und Toleranz des Präventionsrates Wildeshausen in Gedenken an die Pogromnacht 1938 organisiert wird. Das Bild, das im Stadthaus hängt und Titelbild der Broschüre ist, heißt „Der Judentempel Wildeshausen“. Es zeigt die Wildeshauser Synagoge, die am 10. November 1938 von SA-Kräften zerstört worden war.

Gelebte Erinnerung

Diese Veranstaltungen organisiert der Arbeitskreis im Rahmen von „Gelebte Erinnerung in Wildeshausen“:

Dienstag, 5. November, 18 Uhr: Ausstellungseröffnung mit Werken von Hartmut Berlinicke im Wildeshauser Stadthaus

Freitag, 8. November, 14.30 Uhr: Erinnerungsgang ab Wildeshauser Marktplatz, organisiert von Jugendlichen; um 16 Uhr folgt eine Gedenkstunde auf dem jüdischen Friedhof in Zusammenarbeit mit dem Landesverband jüdischer Gemeinden in Niedersachsen

Samstag, 16. November, 20 Uhr: Lesung „Fels“ mit Kolja Mensing in der Galerie Berlinicke, mitorganisiert vom Kulturkreis Wildeshausen

„Es werden rund 40 bis 50 Bilder gezeigt“, schätzte Hjortskov, die dem Arbeitskreis angehört. Im Erdgeschoss geht es in den Radierungen um das Judentum, in der zweiten Etage geht es ums Christentum, in der dritten Etage um das Konzentrationslager Auschwitz.

Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung von der Band Cladatje. Sie spielt Klezmermusik – eine aus dem aschkenasischen Judentum stammende Volksmusiktradition. Neben Bürgermeister Jens Kuraschinski wird der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Däubler einführende Worte sprechen. Ebenfalls anwesend sein werden Berlinickes Frau Maria sowie Tochter Bettina, die dem Arbeitskreis bei der Konzipierung der Ausstellung beratend beiseitestand, informierte Majken Hjortskov.

Bis 22. November

Die Bilder werden bis Freitag, 22. November, innerhalb der Öffnungszeiten des Stadthauses zu sehen sein: montags 8 bis 13 Uhr, dienstags 8 bis 16 Uhr, mittwochs 8 bis 13 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr sowie freitags 8 bis 12.30 Uhr. Am Tag der Eröffnung wird der Haupteingang des Stadthauses geöffnet sein.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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