Wildeshausen „Singen ist gesund für Leib und Seele“, sagt Anette Schierholt. Sie ist seit 24 Jahren Vorsitzende des Frauenchores Wildeshausen und damit solange wie niemand vor ihr in der 60-jährigen Geschichte des Vereins. Die Freude am Singen und die Geselligkeit hatten sie 1983 zum Frauenchor geführt, als sie mit ihrem Mann von Brinkum nach Wildeshausen umzog, wo sie ebenfalls schon in einem Chor sang. Ihr Mann singt übrigens im Männergesangverein (MGV) Wildeshausen. Am Sonntag feierten beide Chöre das 60-jährige Bestehen des Frauenchores mit einem Liedernachmittag im Reitersaal des „Hannoverschen Hofes“ in Wildeshausen.

Es war gleichzeitig der letzte Auftritt von Chorleiterin Gisela Kröger mit dem MGV. Kröger gibt ihre Dirigententätigkeit nach 26 Jahren auf. Der MGV war vor zwei Jahren aus der Fusion der beiden Chöre Euphonia und Liedertafel hervorgegangen.

Mit den Frauen macht sie noch bis zum Jahresende weiter – bis zu den Auftritten im Alexanderstift und Pflegezentrum Johanneum. Während der MGV mit Liana Sparke aus Delmenhorst bereits eine neue Chorleiterin engagiert hat, steht die Nachfolge im Frauenchor noch nicht fest. „Wir haben etwas in Aussicht“, so Schierholt.

Zum Auftakt des Liedernachmittages sangen der Frauenchor und der MGV gemeinsam das Stück „Stimmt ein in unser Lied“. Nach der Kaffeetafel ergriff Anette Schierhold das Mikrofon. „Wir könnten diesen Geburtstag nicht feiern, wenn ihr euch nicht die Freude am Singen bewahrt hättet“, sagte sie zu den anderen 22 Frauen. Sie dankte dem Männerchor der Liedertafel für die jahrzehntelange Zusammenarbeit. Dessen erster Chorleiter Wolfgang Weinert hatte den Frauenchor 1958 mit Hilfe des Männer ins Leben gerufen und leitete ihn rund 34 Jahre lang.

Seit 60 Jahren und damit von Beginn an gehört Edith Kadereit dem Frauenchor an. Vorsitzende Anette Schierholt ehrte sie dafür ebenso wie sie auch Hedwig Völkel für 40 Jahre Mitgliedschaft im Frauenchor und Rita Warkotz für 25 Jahre auszeichnete.

Im Laufe des Nachmittags erfreuten der Frauen- und der Männerchor alleine und gemeinsam die Gäste mit weiteren Liedern. Darunter war auch „Nassajas Lied“ („Ich wollte nie erwachsen sein“), was viele aus dem Tabaluga-Musical von Peter Maffay kennen. Aber auch Lieder wie „Schenke ein Lächeln“ oder „Auf das Leben“, „Wenn auch die Jahre vergeh’n“, Wanderlied und „Schuld war nur der Bossa Nova“ kamen zu Gehör.

Zum Abschluss des Festes dankte MGV-Vorsitzender Hans Rieger Chorleiterin Gisela Kröger für 26 Jahre gemeinsame Jahre. Er sprach in dem Zusammenhang auch von den „Krögerchören“ und lobte die Geduld, Disziplin, Freundlichkeit und Zielstrebigkeit von Gisela Kröger – auch in schwierigen Zeiten. Höhepunkt unter den zahlreichen Auftritten sei die 150-Jahr-Feier 1998 mit dem „Phantom der Oper“ mit 150 Sängerinnen und Sängern aus fünf Chören gewesen.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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