Wildeshausen Das Erfolgsrezept der Bücherei in Wildeshausen? „Wir müssen natürlich ein offenes Ohr für das haben, was die Leser sich wünschen“, erklärt Leiterin Britta Reussing. Sich im Angebot breit aufzustellen und von allem etwas anzubieten ist für die 36-Jährige ebenso erfolgsentscheidend. So findet jeder Leser in der Bibliothek das, wonach er sucht. Gegebenenfalls solle man den Bestand außerdem lieber kleiner, aber dafür aktuell halten, findet die Diplom-Bibliothekarin.

Die Bücherei Wildeshausen in Zahlen

14 866 Medien stehen in der Bücherei zur Ausleihe bereit. 9748 davon Bücher und Zeitschriften.

Über 144 000 elektronische Medien gibt es, darunter E-Books, Hörspiele und Dokumentarfilme.

79 594 Ausleihen zählte die Bücherei im vergangenen Jahr. 8734 davon fielen auf elektronische Medien.

Fast Fünf Mal wurde jedes Medium aus dem physischen Bestand damit im Schnitt ausgeliehen.

78 782 Ausleihen waren es noch in 2018, 7572 davon aus dem elektronischen Bestand.

1627 aktive Leser gab es im vergangenen Jahr. Das sind Nutzer, die während der Gültigkeit ihres Büchereiausweises regelmäßig Ausleihen tätigen.

1645 waren es 2018, 2017 gab es 1565 aktive Leser.

Am Puls der Zeit

„Es ist außerdem wichtig, dass man mit der Zeit geht“, fügt Mitarbeiterin Sabrina Blekker hinzu. Dazu gehöre für Reussing auch, sich mit dem zu beschäftigen, was in den letzten Jahren neu auf den Markt kam: Wie funktioniert das Lizenzmodell für elektronische Medien? Wie viele Lizenzen für eine Neuerscheinung braucht die Bücherei, um den Bedarf der Nutzer zu decken? Wie funktioniert eine Tonie-Box? „Da muss man sich eben einarbeiten“, erklärt die 36-Jährige.

Dass sich die Bedürfnisse der Nutzer ändern, ist auch in Wildeshausen spürbar. „Der Bereich der elektronischen Medien wächst“, erklärt Reussing. Immer mehr E-Books und andere digitale Stücke werden ausgeliehen. Wie die Statistik belegt, bleiben dagegen die Ausleihen vor Ort seit Jahren auf einem konstanten Niveau. „Es wird immer mehr das Nebeneinander genutzt“, so Reussing. Viele Nutzer würden sowohl das Angebot des physischen Bestands, als auch das der elektronischen Medien mit E-Books, Hörbüchern, Zeitschriften sowie Dokumentar- und Lehrfilmen in Anspruch nehmen.

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„Es gibt auch diejenigen, die nur den elektronischen Bestand nutzen“, berichtet die 36-Jährige weiter. Nur einmal im Jahr kämen sie persönlich in der Bücherei vorbei, um ihre Nutzerkarte zu verlängern.

Tipps der Expertin

Als Leiterin der Bibliothek weiß Reussing genau, was bei den Nutzern gerade besonders gefragt ist. Für unentschlossene hat sie daher immer einen Tipp parat: „Mein absolutes Lieblingsbuch der letzten Jahre ist ,Der Gesang der Flusskrebse’ von Delia Owens“, meint die 36-Jährige. „Auf die Empfehlung habe ich noch nie eine schlechte Rückmeldung bekommen.“ Die Kriminalgeschichte spielt in North Carolina in den Vereinigten Staaten und ist das erste Buch der US-amerikanischen Autorin.

Für Thriller-Fans empfiehlt sie „Liebes Kind“ von Romy Hausmann. Bei Kindern seit Jahren ein Renner: die Comic-Romane „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinney, in denen der Protagonist Greg aus seinem Leben erzählt.

Große Pläne

„Dieses Jahr ist für uns ein ganz spannendes“, berichtet Reussing. Im Sommer stehen Umbaumaßnahmen an. Am 15. Juli soll der vorerst letzte Öffnungstag sein.

Die Eröffnung mit neuem Anstrich und neuer Einrichtung planen Reussing und ihre Kollegen mit dem 26. August gut einen Monat später. Während des Umbaus soll die Ausleihe vom 20. Juli bis zum 15. August in das nahe gelegene Waltberthaus umziehen.

In dieser Zeit steht nicht der gesamte Bestand der Bücherei zur Ausleihe bereit. Es soll eine Auswahl angeboten werden, berichtet Blekker, darunter Bestseller und der aktuellste Teil des Bestands. Was genau gelagert und was weiter ausgestellt wird, wurde aber noch nicht entschieden. Auch die Öffnungszeiten der Ausleihe im Waltberthaus sind noch nicht final geklärt. Ginge es nach Blekker und Reussing, würden sich diese aber nicht verändern.

Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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