Wildeshausen Selten stieß eine Vernissage in der Galerie Wildeshausen auf ein so großes Publikumsinteresse: Viele Besucherinnen und Besucher drängten sich am Freitagabend in den Räumen, um sich die Bilder von Bärbel Schienerer-Krone in Mixed-Media-Technik und die filigranen Kunstwerke von Schmuckdesignerin Kristina Wirsching anzusehen. „Wir freuen uns über die vielen neuen Gesichter“, so Galeristin Bettina-Maria Berlinicke bei der Eröffnung.

Berlinicke war unter anderem das Werk „Stripes 3“ bei der Wildeshauser Kunstmeile aufgefallen. Prompt verpflichtete sie die ehemals selbstständige Apothekerin. „Stripes 3“, eine filigrane Collage aus Papier und dunklem Stoff, erinnert an eine Aneinanderreihung von Raffrollos, aber farbenprächtig wie ein Regenbogen. Es ist nur eines der Hingucker der Ausstellung. Die Freude am Experiment und die große Liebe zum Detail zeigen auch die Collage „Paladini“, eine mit sanftem Pink bearbeitete Reihe von Palästen, oder die Serie „Elphie“, eine Reminiszenz an die Hamburger Elbphilharmonie. Dabei arbeitet Schienerer-Krone (73) nicht nur architektonische Besonderheiten heraus, sondern näht – im wahrsten Sinne – auch Ereignisse wie die Proteste beim G-20-Gipfel ein. Einen stark biografischen Charakter haben das Werk „Brüche“, das Menschen zwischen einem breiten Riss zeigt, oder ein liebevoll in Blau und Gold coloriertes Banner mit Bildern der eigenen Familiengeschichte. Sie sei dankbar die insgesamt 50 Werke aus einer 20-jährigen Schaffensphase in der Galerie präsentieren zu dürfen.

Besondere Reize mit Arbeiten aus Silber, höchst elegant und mit feingliedriger Zerbrechlichkeit, zeigt Kristina Wirsching. Die 30-jährige Schmuckdesignerin, die ihre Ausbildung bei der Wildeshauser Goldschmiedemeisterin Irene Mätzke-Rischmann absolviert hat, lebt heute in Düsseldorf. An der dortigen Hochschule hat sie im Vorjahr ihre Bachelor-Arbeit mit dem Titel „Feingefühl“ zum Abschluss gebracht. In der Galerie zeigt Wirsching fünf Schmuckgruppen, darunter beispielsweise Ohrringe mit Haaren (Bild). Nicht allein die Optik ist einmalig. Mit kleinen Reizen könne man für große Empfindungen sorgen, erklärte Wirsching ihre filigranen Schmuckstücke. Wer mehr erfahren wollte, konnte in einer „Kuschelbroschüre“ blättern. Die Ausstellung ist bis Sonntag, 19. Januar, zu sehen. Dann findet zwischen 15.30 bis 18 Uhr ein Galeriekaffee inmitten der Unikate statt.  Zu einem Grafik-Schnäppchenmarkt laden Maria und Bettina-Maria Berlinicke am Samstag, 30. November, von 11 bis 17 Uhr in die Galerie ein. Der Erlös aus dem Verkauf der „Schubladenschätze“ kommt dem Förderverein für die neue Orgel in der Alexanderkirche zugute.

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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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