WILDESHAUSEN Im Februar sind die „ProWerkstätten“ Himmelsthür mit einem Teil ihrer Belegschaft in das frühere Produktionsgebäude der Wildeshauser Firma Hermes Systeme am Westring eingezogen. Rund 1400 Gebäudefläche stehen hier zur Verfügung“, erläutert Betriebsstättenleiter Uwe Böhnke. Zuvor war die anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen an der Harpstedter Straße untergebracht. Nachdem sich nun am Westring alles „eingespielt“ hat, soll der Standort am kommenden Freitag, 19. September, zwischen 10 bis 17 Uhr bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden.

Böhnke, die vier Gruppenleiter Jürgen Ertelt, Günter Rensen, Stefan Wichmann und Alexander Käßler haben gemeinsam mit den 48 Beschäftigten am Westring ein attraktives Programm ausgearbeitet. Nach einer kleinen Einweihungsfeier, auf der Himmelsthür-Direktor Pastor Ulrich Stoebe und Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi sprechen werden, beginnt das bunte Treiben auf dem Marktplatz hinter dem Gebäude. „Die Idee war, dass sich alle Töchter der Himmelsthür präsentieren“, erläuterte Böhnke. So gibt es eine Bühne mit Life-Musik von Dr. Beat, die Biolandwirtschaft der Himmelsthür in Hildesheim verkauft zahlreiche Produkte und die Polizei stellt ihre Präventionsarbeit vor. Natürlich nutzen auch die Wildeshauser Einrichtungen der Diakonie Himmelsthür die Gelegenheit, sich vorzustellen und die Gärtnerei der ProWerkstätten bietet Pflanzen und Kaminholz an. Böhnke: „Das ist in der kalten Jahreszeit sehr begehrt.“ Die Lambertinum gGmH stellt ihr soziales Dienstleistungsangebot vor. Die

Küche der Himmelsthür (CGH) mit Koch Gerald Pilgrim an der Spitze veranstaltet ein Show-Kochen. Natürlich sollen die Besucher nicht nur den Köchen zusehen: An verschiedenen Ständen werden Gegrilltes, Kuchen, Waffeln und Getränke verkauft.

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Die Besucher am Westring können sich zugleich ein Bild von den Produktionsräumen machen“, sagt Diplom-Sozialarbeiter Böhnke. Informationsmaterial liege auf den Tischen bereit. Übrigens: Für jeden Besucher halten die „ProWerkstätten“ eine kleine Überraschung parat.

In dem einstigen Hermes-Gebäude werden Verpackungsarbeiten für den Heimwerkerbedarf oder für Autoelektrik übernommen. Die Beschäftigten der „ProWerkstätten“ überprüfen im Auftrag einer Handelskette Elektrogeräte auf ihre Funktionstüchtigkeit oder etikettieren diverse Produkte. Die 48 Mitarbeiter am Westring werden entsprechend ihrer Fähigkeiten eingesetzt. „Die Menschen leisten trotz ihrer Behinderung viel“, betont Böhnke.

Bereits Anfang der 90er Jahre war die Idee entstanden, die Werkstätten ins Gewerbegebiet zu holen. „Die Beschäftigen fahren wie jeder Arbeitnehmer nun zur Arbeitsstätte“, so Böhnke. „Zudem wollen wir Ansprechpartner für unsere Kunden im Gewerbegebiet sein.“ Einen Ausbau der Produktionsstätte am Westring haben Geschäftsführer Jörg Plehn und Böhnke schon fest ins Visier genommen: Ein Secondhand-Laden sei in Planung.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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