DüNGSTRUP Die Suche nach einem neuen Stück erwies sich an kompliziert. „Uns fehlen Männer im mittleren Alter“, sagt Uwe Meyenburg, Speelbaas der Speelkoppel im Heimatverein Düngstrup. „Plattdeutsch kann schnell gelernt werden“, meint er. Die Düngstruper wurden natürlich fündig: Am 8. Januar 2011 hat das Stück „... un baven wahnen Engel“ Premiere auf dem Saal der Gaststätte Schönherr in Düngstrup.

Der Dreiakter spielt in einem Mietshaus: Im obersten Stockwerk wohnen die älteren Schwestern Helene (dargestellt von Ulla Debbeler) und Elvira Engel (gespielt von Ingrid Sander). Sie hätten viel lieber die geräumigere Wohnung ein Stockwerk tiefer. Um die Untermieter zu vertreiben, lassen sie es im Haus spuken. Hauswirt Babbel (Kurt Hagelmann) ist der Meinung, dass die Wohnung zu groß für die alten Damen sei. Sie quartieren daher Neffe Klaus, gespielt von Dirk Depken, bei sich ein. Er durchschaut das ausgebuffte Spiel seiner Tanten. Mit Hilfe von Karen (Ina Depken), der Tochter von Mieter Schlüter (Erich Meyer) hat der Spuk bald ein Ende. Dabei hilft Klatschtante Alma Fritsch, gespielt von Heike Poppe, kräftig mit.

Als Topustersche ist Dorina Pieper erstmals mit dabei. Die 32-jährige Mutter von zwei Jungs im Alter von ein und drei Jahren tritt die Nachfolge von Erika Rökker an, die „kürzer treten“ wollte. „Das ist eine interessante Aufgabe freut sich Pieper, die sich auch gern schon einmal Plattdeutsches Theater in Delmenhorst ansieht. Wie sie reagieren wird, falls die Laienschauspieler auf der Düngstruper Bühne aus dem Takt kommen, kann sie noch nicht sagen. „Vielleicht werde ich ein Stichwort geben.“ Heide Behrens, die ebenfalls seit langem als Topustersche im Einsatz ist, meint: „Die Schauspieler dürfen nicht die ganze Zeit in dem Kasten mit der Souffleuse gucken.“ Ute Horst und Heike Poppe zeigen sich erneut für die Maske verantwortlich; Maik Sander für das Bühnenbild.

Übrigens: Im Dezember 1963 kam das Lustspiel „...un baven wahnen Engel“ von Jens Exler schon einmal auf der Düngstruper Bühne zur Aufführung. Damals spielte Marga Munke die Helene und Marianne Rusien die Elvira. Auch diesmal werde das Publikum viel zu lachen haben.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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