Hude Rund um den Erdball werden Menschen am Freitag, 7. März, einen von ägyptischen Christinnen verfassten Gottesdienst feiern. Ihre Bitten sind hochaktuell: Für alle Menschen in Ägypten – ob christlich oder muslimisch – „sollen sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, wie Wasserströme in der Wüste.“

Marion Borsum und acht weitere Frauen der katholischen und evangelischen Gemeinde in Hude stecken derzeit mitten in den Vorbereitungen. Im Januar bekamen die Frauen Informationsmaterial zum Motto. „Das ist wirklich eine Menge und wir überlegen dann, was wir machen wollen“, berichtet Borsum.

Die 70-jährige Katholikin leitet das Vorbereitungs-Team seit 1986. „Das hat mir eine ältere Dame übergestülpt“, erzählt sie lachend. Seitdem gehören auch Monika Scetaric, Christa Timmermann und Reinhild Kloß zu der Gruppe. Lisa Aschmoneit, Bärbel Lippert, Frauke Otto, Sylvia Jacob und Helga Gritz sind im Laufe der Jahre dazugestoßen. Die Gruppe hofft, dass in Zukunft auch jüngere Frauen mitmachen.

Weltgebetstag

Seit mehr als 100 Jahren gibt es den Weltgebetstag (WGT). Seine Anfänge hatte er in den USA und Kanada. Heute feiern Menschen in über 170 Ländern weltweit immer am ersten Freitag im März den Gebetstag. Das Deutsche WGT-Komitee wird von Frauenorganisationen und -verbänden christlicher Kirchen getragen.

Rund ums Wasser, eine gefährdete Ressource in Ägypten, kreist der diesjährige Weltgebetstag. Aber natürlich steht auch die Situation der ägyptischen Frauen im Mittelpunkt. Während des Gottesdienstes am Weltgebetstag schlüpfen die Huder Frauen in die Rolle von Ägypterinnen und stellen unter anderem die Vielfalt der Lebenssituationen von Frauen in Ägypten heute und die Bedeutung der Geschichte ihres Landes dar. „Jede Frau kann überlegen, was sie geben will“, erklärt Borsum, „es ist ja auch nicht für alle einfach, in die Rolle einer ägyptischen Frau zu schlüpfen.“ Auch zum Thema passende biblische Stellen, wie die prophetische Verheißung der Wasserströme in der Wüste, werden in den Gottesdienst eingebunden.

Zur Vorbereitung beschäftigen sich die Huderinnen intensiv mit der Geschichte des Landes. „Für uns ist es ganz wichtig, uns über die politische Lage in Ägypten zu informieren, da sind ja aktuell auch ganz brisante Fälle“, berichtet Borsum. Die Verfolgung der koptisch-orthodoxen Kirche ist ein Thema, das für das Vorbereitungs-Team weitgehend neu ist. „Das ist wirklich ganz übel“, sagt Reinhild Kloß. Auffällig sei, dass die ägyptischen Frauen selbstbewusster seien, als die Frauen der Länder, die in den vergangenen Jahren thematisiert wurden. „Es ist kein Hilferuf wie sonst“, sagt Lisa Aschmoneit. Die Frauen hätten Mut, mit anzupacken.

Den Huderinnen gefällt es, jedes Jahr ein neues Land kennenzulernen. „Wenn sich viele Gruppen auf der Welt zusammenschließen, entsteht eine positive Energie“, zeigt sich Frauke Otto von der Idee des Weltgebetstages begeistert.

Bis zum 7. März stehen für das Team unter anderem noch eine Generalprobe sowie eine Chorprobe mit der Organistin Karin Hirsch an. Die Frauen haben sich bisher mit einer CD, auf der die Lieder zum Ägypten-Thema zu hören sind, vorbereitet. Hirsch wird auch den Gottesdienst am 7. März begleiten. Beginn der Weltgebetstags-Feier ist um 15 Uhr in der Pastorei an der Vielstedter Straße 48. Im Anschluss bieten die Frauen des Vorbereitungs-Teams einen Imbiss an und präsentieren gemeinsam mit Pastor Michael Lupas Bilder aus Ägypten. Eingeladen sind nicht nur Frauen, betont die Gruppe: „Wir freuen uns über alle, die kommen.“

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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