Wardenburg Mit Roland Mehrens sitzt beim Wardenburger Schützenfest am kommenden Wochenende der 100. Schützenkönig auf dem Thron. „Das ist schon etwas Besonderes“, freut sich der 52-Jährige. Im Festjahr 1995 war Mehrens schon einmal Schützenkönig. „Damals aber eher zufällig“, erinnert er sich. „Der 100. Schützenkönig zu werden, war für mich dagegen ein Ziel, das ich gern erreichen wollte – deshalb habe ich nochmal mitgeschossen.“ Seine Adjutanten sind der Vereinsvorsitzende Frank Bökamp und der frühere, langjährige Vorsitzende Friedrich Taubert. Das Königsschießen befand bereits Ende Oktober statt.

Fischbeck erster König

Der 100. Schützenkönig geht übrigens nicht einher mit dem 100-jährigen Bestehen des Schützenvereins: Bereits im Jahr 1900 ist der Wardenburger Schützenverein gegründet worden, in den Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkriegs aber wurden die Schützenfeste ausgesetzt. Das erste Fest nach dem Zweiten Weltkrieg fand sogar erst 1950 wieder statt. Erster König des neu gegründeten Schützenvereins war 1905 Diedrich Fischbeck.

Seit mehr als 40 Jahren ist Roland Mehrens im Schützenverein aktiv und hier fest verwurzelt, unter anderem als Tambourmajor und Vorsitzender des Spielmannszugs. Als Jugendlicher habe er Posaune und Schlagzeug gespielt. Über die Musik sei er zum Schützenverein gekommen, zunächst zum mittlerweile nicht mehr bestehenden Blasorchester, erzählt der gebürtige Wardenburger.

Zum Ablauf des Schützenfestes hat der 100. Schützenkönig eine Neuerung eingeführt: Zum ersten Mal wird die Königsstunde in diesem Jahr nicht beim Schützenkönig zu Hause, sondern im Wardenburger Hof gefeiert. „Das macht es künftigen Schützenkönigen einfacher. Der Empfang zu Hause war immer sehr aufwendig“, erklärt Mehrens, der den Bürgern auch als Vorsitzender des Wardenburger Gemeinderates bekannt ist.

Nachwuchsprobleme machen den Wardenburgern ebenso wie auch anderen Schützenvereinen zu schaffen. „Es wird schwieriger, junge Leute für den Schützenverein zu begeistern“, weiß Roland Mehrens. Allerdings werde bei den Wardenburger Schützen mit Nicole Hoppe und Marita Seidel eine gute Jugendarbeit geleistet, betont er: „Wer zu uns kommt, der bleibt auch.“ So wie seine eigene Tochter, Marie-Fee. Sie ist in diesem Jahr erster Ritter der Jugendkönigin Lena Scholz.

Anke Brockmeyer Redakteurin / Reportage-Redaktion
Marén Bettmann Redakteurin / Wardenburg
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