Wardenburg „Lass krachen“ ist ihr Motto und Bandname zugleich – Unter diesem Namen treffen sich seit Sommer 2019 rund 15 Jugendliche und junge Erwachsene und .... lassen es krachen. Musikalisch gesehen. Leiter der Musikschule Ritterdando, Lutz Fischer, erzählt, wie die bunte Truppe entstand und was sie in Zukunft vor hat.

„Ich sehe mich nur noch als Moderator“, sagt Fischer. Motivieren muss er die 14- bis 20-jährigen Teilnehmer von „Lass krachen“ nicht. Sie haben sich zu einer Big Band zusammengefunden. Mit dabei: Alt- und Tenor-Saxofon, Bariton, Trompete, Posaune, Schlagzeug, Gitarre, E-Bass, Keyboard und Gesang. Fischer hat die Band gegründet. Mit dem Ziel, eine große Band statt viele kleine Gruppen zu haben. „Bei 15 Leuten macht es nichts aus, wenn zu einer Probe mal einige fehlen. Wir sind trotzdem spielfähig.“

Manchmal sei er selbst überrascht, wie viel Elan die jungen Musiker mitbringen, sagt Fischer. „Die sind der absolute Hammer. Die machen so vieles anders.“ In den Hallen der Musikschule im Westerburger Weg finden sie sich jeden Dienstagabend zusammen. „Die kommen hier hin, egal ob sie gerade Abi machen, schon in der Lehre sind“, sagt Fischer. Er sehe, dass die jungen Erwachsenen teilweise schon vollgepackte Terminkalender haben. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, spielen sie gern zusammen und gehen in der Musik auf. Für Fischer ist klar: „Sowas muss man fördern.“

Übers Hobby hinaus

Für einige Mitglieder der Band ist Musik auch schon etwas mehr geworden. So ist Sängerin Nicole Macht mittlerweile Mitglied im Vereinsvorstand der Musikfreunde Wardenburg und ein weiteres Bandmitglied macht gerade auf Eigeninitiative einen Dirigentenschein. Teilweise kommen die Teilnehmer auch außerplanmäßig in die Halle zum Üben, auch am Wochenende. Für Fischer ist das etwas Besonderes: „Dieses aktive Vereinsleben, das ist heute nicht mehr normal, nicht mehr selbstverständlich.“

Auf die Idee für eine Jugend-Big-Band kam Fischer, weil es das Pendant für Erwachsene schon gab. „Fisch’n Friends“, eine Big Band mit zwölf Leuten, ist quasi der Vorleger. „Das wir jetzt auch eine Jugend-Big Band haben ist ideal, damit züchten wir uns direkt den Nachwuchs für die Erwachsenen-Big Band heran und die Bands können sich gegenseitig unterstützen“, sagt Fischer.

Fischer selbst ist ebenfalls noch musikalisch aktiv. Mit einem Vater, der ebenfalls Musiklehrer war und einer Tochter, die nun auch als Musiklehrerin tätig ist, war die Musik schon immer ein wichtiger Teil seines Lebens. In seiner Ausbildung lernte er unter anderem Gitarre und Saxofon spielen. 2007 gründete er die nun 300 Schüler starke Musikschule Ritterdando.

Gemeinsame CD? 

Den Titel der Band haben sich die musikalischen Querdenker übrigens selbst ausgedacht. „Meine Bedingungen waren nur nichts Englisches und irgendwas Witziges“, sagt Fischer schmunzelnd.

Eine CD aufzunehmen, oder für Wochenendworkshops einen Ausflug zu planen, das kann sich Fischer in Zukunft mit der Band vorstellen. Und natürlich Konzerte.

Das erste offizielle Konzert muss allerdings noch etwas auf sich warten. Am 11. Juli wird sich die Big Band in einem Sommerkonzert in den Hallen der Musikschule vorstellen. Die Zuhörer können sich auf die Klassiker für Big Bands wie Glenn Miller oder Benny Goodmann freuen. Die „Kids“ haben aber auch einige Stücke aus anderen Genres für die Big Band umarrangiert. „September“ von Earth, Wind and Fire ist dabei sowie Mambo Nr. 5.

Wer selbst Lust hat, bei der Big Band dabei zu sein und zwischen 14 und 20 Jahre alt ist, sei zudem herzlich willkommen. „Wir suchen explizit Trompeten und Posaunen“, so der Musiklehrer. Auch Spieler mit anderen Musikinstrumenten können sich gerne bei Interesse bei der Musikschule melden.

Freya Dalton Kanalmanagement / Redakteurin
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