Wardenburg Wenn ein Geschäft bewusst nur kurze Zeit existiert, spricht man neudeutsch von einem Pop-up-Store. An der Integrierten Gesamtschule (IGS) Am Everkamp gab es nun ein Pop-up-Museum zur altägyptischen Kultur, das gerade mal zwei Stunden geöffnet war. Omas und Opas, Eltern, Onkel und Tanten hatten freien Eintritt, um sich anzuschauen, was die Jungen und Mädchen der sechsten Klassen über das Leben im alten Ägypten herausgefunden und für eine Ausstellung vorbereitet hatten.

Vier Wochen hatte der Jahrgang im Themenplan viel über Pharaonen, Pyramiden und Götter gelernt, in der fünften Woche wurde das Museum auf die Beine gestellt. Es hatte die Abteilungen: Mumien, Papyrus, Hieroglyphen, dann Schmuck, Schminken und Wohnen, Hinzu kam der Komplex Ernährung, Wandmalerei und Spiele, natürlich die Pyramiden und noch ein Rollenspiel zum „Totengericht“ des Osiris.

Stilecht kostümiert spielte Kerin Paustian den Gott Osiris, der das Gericht leitet, bei dem das Herz des Toten gewogen wird. Das witzige, aber am historischen Hintergrund orientierte Drehbuch hatte sich die Gruppe gemeinsam ausgedacht und einstudiert.

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„Die Kinder haben viel geleistet, sind motiviert und können die Geschichte gut erklären“, sagten Helga und Wilhelm Michaelsen aus Sandkrug nach dem Museumsbesuch. Sie waren von Enkelin Mieke Kolbe eingeladen worden, die eine Mumie aus Maschendraht, Gips, einem Bettlaken und Mullbinden gebastelt hatte.

Zu sehen gab es wahrlich genug: Pyramiden aus Ton, Lego oder Pappe, mit oder ohne Innenleben, „goldenen“ Schmuck wie Armreifen, Keten oder Haarbänder, ein Hieroglyphen-Quiz, Schminken wie im alten Ägypten und Senet, das Lieblingsspiel der Ägypter, dessen Tonfiguren Kevin Schröder natürlich selber gebastelt hatte. Natürlich gab es auch Köstlichkeiten wie Foul, das Teil des Frühstücks war und Tomaten, Bohnen und reichlich Knoblauch enthielt, Fladenbrot, den Kuchen Basbousa oder einen Fruchtcocktail aus Granatapfel in Traubensaft.

Jahrgangsleiter Rainer Wilhelms freute sich über das riesige Interesse nicht nur der Großeltern. Für die Jungen und Mädchen sei es ein großer Ansporn, der Familie zu zeigen, was man über Ägypten gelernt habe. Die Idee des Oma-und-Opa-Tages habe der frühere Kollege Gerd Kolnisko an die Schule gebracht. Er kannte diesen besonderen Abschluss einer Unterrichtseinheit aus den USA. Schon bei der ersten Auflage 2013 sei diese Öffnung der IGS ein Erfolg gewesen, den man nun habe wiederholen können.

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