Wardenburg „Gut Ding will Weile haben“, heißt es. Und so wundert es nicht, dass die Idee aus dem Jahr 2005, eine Bürgerstiftung zu gründen, erst sieben Jahre später realisiert wurde. Bis heute allerdings ist die Bürgerstiftung mit ihren Engagements längst noch nicht allen Wardenburgern bekannt. „Wir müssen in den Köpfen noch präsenter werden“, sagen Waltraut Schmidt und Sylvia Eilers, gemeinsam mit Alfred Meyer Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung.

Der Start im Jahr 2012 stimmte die Gründungsmitglieder positiv: Nahezu alle Wardenburger Vereine hatten Aktionen ins Leben gerufen, um zum Startkapital der Stiftung beizutragen. Auch mehrere Firmen beteiligten sich. 25 000 Euro mussten es sein, 28 000 Euro kamen schließlich zusammen.

Dieses Geld darf nicht angetastet werden, nur die Zinsen sowie Spenden können für gute Zwecke ausgegeben werden. „Durch das niedrige Zinsniveau sind wir im Moment sehr auf Spenden angewiesen“, erklärt Sylvia Eilers. Geburtstage, auf denen für die Bürgerstiftung gesammelt wird, Firmenspenden, die „Spendentaste“ am Pfandautomaten bei aktiv & irma – pro Jahr kommen so gut 4000 Euro zusammen. Dieses Geld kann verteilt werden, unter anderem für Kulturprojekte, Jugendarbeit oder bürgerschaftliches Engagement. „Wer eine Förderung bekommen möchte, schickt uns eine Beschreibung des Projektes samt der gewünschten Fördersumme“, erklären Schmidt und Eilers. Der Vorstand berät dann, ob und in welcher Höhe ein Antrag förderfähig ist.

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„Manchmal müssen wir auch ablehnen – das fällt uns nicht leicht“, gibt Waltraut Schmidt zu. Was viele nicht wissen: Auch Privatleute können eine Unterstützung der Bürgerstiftung erhalten. „Wenn es bei einer Familie finanziell gerade sehr eng ist und beispielsweise Klassenfahrten oder andere Ausgaben für die Kinder anstehen, können wir einspringen.“ Dieses Angebot werde allerdings selten genutzt. „Die Hemmschwelle ist groß – gerade in einer kleinen Gemeinde wie Wardenburg“, weiß Waltraut Schmidt. Auch wenn, betont sie, solche Anfragen innerhalb des dreiköpfigen Vorstandes absolut diskret behandelt werden.

Die Liste der Projekte, die in den vergangenen Jahren von der Bürgerstiftung mitgetragen worden sind, ist lang: Das aktuelle Kulturprojekt „Groode Döör“ gehört ebenso dazu wie die Entwicklung der Wardenburg-App oder der Vorhang und das Bühnenbild für den kommenden Auftritt der Kinder-Theatergruppe „Lüttje Korsorsbarger“ am nächsten Wochenende. Aber auch die in der Karl-Jaspers-Klinik gefertigten Holzkästen, in denen Grundschüler ihre Hefte und Bücher aufbewahren können, oder der Leasingwagen der Seniorenvertretung – all dies ist auch mit der Unterstützung der Bürgerstiftung realisiert worden.

Das Vorstandsteam der Stiftung arbeitet ehrenamtlich, ebenso der Stiftungsrat als Kontrollgremium. Waltraut Schmidt und Alfred Meyer sind bereits seit der Gründung dabei. „Durch diese Arbeit bekommt man selbst auch ganz viel zurück“, sagt Waltraut Schmidt.  


Mehr unter   www.buergerstiftung-wardenburg.de 
Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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