WILDESHAUSEN „Die Wache ist in einem sauberen Zustand. Das Pfingstfest kann kommen“, erklärte Ernst Frost, Oberst der Wildeshauser Schützengilde, beim traditionellen Rockappell. Die Wachkompanie war am Sonnabend auf dem Saal der Gaststätte Wolters angetreten, um sich in tadelloser Kleiderordnung zu präsentieren. Mit mehr als 170 Teilnehmern wurde anschließend der Wacheball ausgiebig gefeiert.

Zuvor hatten sich die Wachesoldaten in gemütlicher Runde im Wildeshauser Lokal „Lindenhof“ getroffen. Nach dem Antreten wurde nach alter Tradition der Brunnen auf dem Marktplatz dreimal umrundet. Andreas Tangemann, Hauptmann der Wache, richtete einige Worte an das Offizierskorps, an die Wachkompanie sowie an die geladenen Gäste und Ehrengäste, darunter der amtierende König Volker Böttjer und Schaffer Jörn Ahlers. Im Mittelpunkt der Rede Tangemanns stand der „Große Zapfenstreich“

Rede zum Zapfenstreich

„Alljährlich wird unser Gildefest am Sonntagabend mit dem Großen Zapfenstreich begonnen“, erklärte Tangemann. Das habe seinen Grund, denn der Große Zapfenstreich sei eine feierliche, am Abend abgehaltene Militärzeremonie mit Streitkräften und Musik. Zur Zeit der Landsknechte sei der Zapfenstreich das Signal zur Nachtruhe gewesen. „Der Große Zapfenstreich in seiner heutigen Form entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts“, so Tangemann. „Hier in Wildeshausen haben wir jedoch eine Besonderheit“, erklärte der Hauptmann. „Da in der Stadt beide Konfessionen sehr stark vertreten sind, wird zu Ehren beider jeweils ein katholisches und ein evangelisches Gebet gespielt. Der Zapfenstreich endet dann mit der Nationalhymne.“

Danach setzte sich der Zug mit den Tambouren an der Spitze in Bewegung in Richtung Wolters. Viele Schaulustige säumten die Straßen, ist doch der jährlich stattfindende Rockappell ein Höhepunkt des Gildejahres und die „Halbzeit“ auf dem Weg zum Gildefest.

Im Anschluss an den Rockappell standen gleich drei Ehrungen an: Den Wacheorden in Gold erhielt Unteroffizier Alexander Müller. Er ist seit 1984 in der Wachkompanie und somit 25 Jahre im Dienst. Außerdem war er von 1992 bis 1997 stellvertretender Fourier. Den Wacheorden in Silber erhielten Stabsgefreiter Uwe Spalthoff und Obergefreiter Burghard Gramberg. Spalthoff ist seit 1999 Mitglied der Wachkompanie und seit 2006 stellvertretender Fourier. Gramberg ist seit 1999 Mitglied der Wachkompanie.

Ehrengast Werner Maas

Als Ehrengäste des Balls begrüßte der Hauptmann der Wache Hilke und Jörg Flege (Eltern des Kinderkönigs), Heide und Bernd Schröder (Eltern der Kinderkönigin) sowie Margret und Werner Maas. Er ist vielen Wildeshausern bekannt als fleißiger Helfer beim Gildefest. Mit dabei waren auch die Mitglieder des Hohen Gerichts Dr. Kay Danhorn, Otto Böttjer, Carsten Kloster und Uwe Gropp.

Mehr zur Gilde auch unter www.NWZonline.de/gildefest

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